Tempus fugit

Es galt, der uns enteilenden Zeit mit Weile zu begegnen und dem allgemeinen Beschleunigungswahn mit gestalterischen Mitteln entgegenzutreten.
Projekt im BA- und Masterstudiengang Industrial Design, Sommersemester 2014, Betreuung: Prof. Vincenz Warnke, Dipl. Ing. Johanna Richter

Mittagessen Tempus fugit

 

Einst strukturierten vornehmlich die Jahreszeiten, Tag und Nacht oder Ebbe und Flut als beständig wiederkehrende Phänomene den Lebensrhythmus und das persönliche Zeitempfinden des Menschen und verorteten ihn. Mittlerweile jedoch geschieht dies nicht mehr auf so natürliche Weise, sondern man orientiert sich zumeist an Kalendern, Plänen und Uhren, wird reglementiert und geleitet.

Und so war es langsam höchste Zeit, sich einmal die Zeit zu nehmen, sich etwas intensiver und in aller Ruhe mit dem Thema Zeit zu befassen und dem allgemeinen Beschleunigungswahn mit gestalterischen Mitteln entgegen zu wirken und zu entschleunigen! Es galt sich kritisch mit der Sinnhaftigkeit und Zweckmäßigkeit der uns auferlegten Zeitstrukturen auseinanderzusetzen und das eigene Lebenstempo und den persönlichen Umgang mit der Zeit zu überprüfen. 

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse mündeten in Entwürfen, die zu einer verträglicheren, „Bewirtschaftung“ der Zeit, einer sinnhafteren Zeitgestaltung im Lebensalltag oder zu einem gesünderen Zeitrhythmus und Zeitbewußtsein führen können.

Lehrgebiet: Narratives und Sensuelles Design / Projekt: Komplexes Gestalten im Sommersemester 2014 / Betreuung: Prof. Vincenz Warnke, Dipl. Ing. Johanna Richter / Teilnehmer_innen: Sanggyu Sung, Wenwen Liu, Teresa Würdinger, Davina Plätzer, Elias-Kilian Schmidt, Johannes Nortmann, Nele Dittmar, Christel Kiesel, Delphine Bishop, Franziska Broz, Felix Hobrücker, Rebekka Volz, Akane Katsuragawa, Sophie Schlossarek, Iman Kia, Julius Luge, Lukas Rößler

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