„ZeroX“ und „Nios“ starten beim Shell Eco-Marathon Euorope vom 6. bis 7. Mai 2010

Bereits zum vierten Mal tritt das Team „ecoemotion" beim Shell Eco-Marathon auf dem Eurospeedway Lausitz bei Cottbus an.

 

In diesem Jahr mit zwei Fahrzeugen: dem Experimentalfahrzeug „ZeroX“ und dem neuen Konzeptfahrzeug „Nios“. Mit der Weiterentwicklung ihres Ultraleichtfahrzeugs aus der „Zero“-Reihe gehen Studierende der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle und der Hochschule Merseburg (FH) als Team „ecoemotion" an den Start. Dieser Energie-Effizienzwettbewerb richtet sich an studentische Teams aus ganz Europa. Für den Shell Eco-Marathon Europe gilt es, ein Fahrzeug zu entwerfen, zu konstruieren und zu realisieren, das beim Rennen mit einem Liter Kraftstoff über eine möglichst große Distanz fahren kann.

Auf dem Eurospeedway Lausitz starten die Studenten auch mit dem neuen Konzeptfahrzeug „Nios“, das sie im April dieses Jahres erstmals auf der AMI 2010, der Auto Mobil International, in Leipzig präsentierten. Dieses ultraleichte Experimentalfahrzeug ist eine komplette Neuentwicklung zur Teilnahme am Shell Eco-Marathon in der Klasse „UrbanConcept". Für die Entwicklung von „Nios“ haben sich Studenten des Teams „ecoemotion“ aus Halle und Merseburg und des Chemnitzer Teams „Fortis Saxonia“ unter dem Label „Hydrokultur“ zusammengefunden. Mit „Nios“ werden die beiden Teams erstmals gemeinsam in der Klasse „UrbanConcept" starten. Beide Teams, „ecoemotion“ und auch „Fortis Saxonia“ waren bereits in den vergangenen Jahren mit eigenen Fahrzeugen in der Prototypenklasse beim Shell Eco-Marathon erfolgreich.

Bei ihrer Arbeit an dem von ökologischen Kriterien und Materialinnovationen bestimmten Fahrzeug wurden die Studenten von den Lehrenden an der halleschen Kunsthochschule, Prof. Bernd Hanisch und Karl Schikora, unterstützt. Angetrieben von einer Brennstoffzelle und einem Elektromotor verbindet „Nios“ durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe Kraftstoffeinsparung mit Ressourcenschonung. Im Unterschied zu Fahrzeugen anderer Teams bietet „Nios“ Platz für zwei Passagiere und zeichnet sich – ganz ohne Verzicht auf Sicherheit und Ergonomie – durch ein eigenständiges Design aus.

Die Fahrzeugmasse beträgt nur ca. 160 kg. Durch den Einsatz von Holz, Baumwolle und Balsa konnte die Energiebilanz deutlich gesenkt werden. Nicht nur der Materialeinsatz ist Bestandteil des ökologischen Gesamtkonzeptes, sondern auch die Nutzung über die Fahrzeuglebensdauer hinaus. „Nios“ besitzt mit annähernd 70 Prozent regenerativen Materialien und rund 90 Prozent Recyclingfähigkeit eine sehr gute Gesamtenergiebilanz.

Die Studenten der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle erarbeiteten für Interieur und Exterieur des Fahrzeugs zahlreiche Studien und experimentierten bei der Realisierung mit alternativen Materialien. Die Studiengruppe der Hochschule Merseburg (FH) konstruierte das Fahrwerk, die Lenkung und einen alternativen Antrieb auf Basis eines Verbrennermotors. Eine Projektgruppe des Teams „Fortis Saxonia“ entwickelt für „Nios" einen Antrieb, der aus einer Wasserstoff-Brennstoffzelle mit Elektromotor besteht.

Mehr Informationen:
www.shell.com/home/content/ecomarathon/europe
www.projekt-hydrokultur.de
nios.projekt-hydrokultur.de
www.fortis-saxonia.de
www.ecoemotion.de

Prof. Bernd Hanisch
Institut CA&D e. V.
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Medienzentrum
Neuwerk 1
06108 Halle (Saale)
www.burg-halle.de/cad.html

Pressekontakt:
Christian Molnar, Telefon 0172 495 96 71, christian.molnar{at}burg-halle.de
Julian Ziege, Telefon 0173 75 87 487, julian.ziege{at}gast.hs-merseburg.de

Hochschul-Pressestelle / 3. Mai 2010