SCHOTT UND DIE BURG – Die Burg Giebichensteiner Entwürfe für Jenaer Glas 1925 – 2005

Hubert Kittel, Walter Scheiffele, Angelika Steinmetz-Oppelland

In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelte sich aus der Freundschaft zwischen Erich Schott, dem Maler Charles Crodel und dem Bildhauer Gerhard Marcks eine lange und fruchtbare Verbindung zwischen dem Jenaer Glaswerk und der Burg Giebichenstein in Halle. Seitdem haben bis zum Jahr 2005 (Einstellung der Hauswirtschaftsglasfertigung im SCHOTT-Konzern) Hochschullehrer und Studenten wie Absolventen der BURG immer wieder Formen und Konzepte für Hauswirtschaftsglas aus Jena entwickelt.

Nach den Entwurfsleistungen von Gerhard Marcks in den 20er Jahren erneuerte und modernisierte Ilse Decho ab 1960 das noch von Wilhelm Wagenfeld aus den 30er Jahren stammende Sortiment mit ihrem heute als Klassiker bekannten Teeservice und einem modular angelegten Gefäßsystem von Back- und Bratformen. Ihr folgten der Formgestalter und Hochschullehrer Hans Merz und bis 2005 weitere Absolventen der BURG (sowohl in Form von Diplomprojekten, wie als freie bzw. angestellte Mitarbeiter des Jenaer Unternehmens). Die Autoren konnten auf der Grundlage z.T. erst kürzlich erschlossener bzw. zugänglicher Archivunterlagen in Jena und Mainz, durch die intensive Mitarbeit ehemaliger SCHOTT-Mitarbeiter und die Sichtung der Nachlässe von Ilse Decho und Hans Merz neues, wertvolles Material auswerten und aufbereiten.

Entwurfsgeschichte wird lebendig und differenziert dargestellt. Ungewöhnliche Entwurfsideen, Konzeptstudien und nicht realisierte Entwürfe werden ebenso erfasst! Die anhaltend lange, kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen dem Jenaer Glaswerk und der BURG (vor allem bezogen auf die DDR-Phase) wird in ihrer Widersprüchlichkeit, in ihren Konflikten und Reibungen dargestellt. Insbesondere die Spezifik der DDR-Designgeschichte wird exemplarisch und konkret erörtert.

Eine Fülle von Detailinformationen, Quellen- und Verweisangaben sowie einem nützlichen Fachwortglossar („Hitzebeständiges Glas“) will dem sachkundigen Leser helfen, ggf. weiter in die Thematik einzudringen. Alle Exponate wurden für diesen Katalog neu fotografiert und zumindest für das „abgeschlossene Sammelgebiet“: Jenaer Glas 1960 – 1987 komplett in allen Artikeln erfasst.

ISBN: 3-89739-536-3, 978-3-89739-536-7

Format:
Broschur, 20 x 27,5 cm, 72 Seiten, Schwarzweiß-Abbildungen

Preis:
10,00 Euro

Herausgeber:
Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften Weimar

Erscheinungsjahr: 2006

Bezugsadresse:

Fachrichtung Keramik-/Glasdesign,
kittel@burg-halle.de

oder

Schott Glasmuseum Jena, schott.museum@schott.com

oder

im lokalen Buchhandel

Bezugsadresse:

Fachrichtung Keramik-/Glasdesign,
kittel@burg-halle.de

oder

Schott Glasmuseum Jena, schott.museum@schott.com

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