Semesterprojekt "Maskierte Fotografie"

Masterstudiengang Photography, SoSe 2011, Prof. Rudolf Schäfer

Die Anonymen; Annett Poppe; burg giebichenstein; master photography; halle;

Serie "Die Anonymen"
© Annett Poppe 2011

 

Maskierung, auch maskieren steht für: das Tragen einer Gesichtsverhüllung, siehe Maske, die fotomechanische Farb- oder Tonwertkorrektur in der Druckvorstufe, siehe Maskierung in der Reproduktionstechnik, die Projektionsvorlagen in der Fotolabortechnik, siehe Fotomaske, das kryptographische Verfahren zur Verschleierung von Bildinhalten, siehe grafische Maskierung, in der Akustik die Verdeckung leiserer Töne durch lautere, siehe audiologischen Maskierungseffekt, Lernstörung aufgrund eines Störreizes, siehe psychologische Maskierung, in der Informationsdarstellung die Umschreibung eines Zeichens, siehe Maskierungszeichen, in der Netzwerktechnik der Schutz der internen Adressierung nach außen, siehe Network Address Translation und es ließen sich noch viele Beispiele finden, bis hin zur „objektiv maskierten Sprache“ nach Friedrich Kaulbach.

Das Semesterprojekt „Maskierte Fotografie“ ist eine Aufforderung Verdecktes und Verdrängtes mit der Kamera zu erforschen und in den Bildern zu demaskieren. Oder gefundene Maskierungen, mit den Fotografien erneut höflich zu übersehen. Maskierungen können spannend und auch enttäuschend sein. Sich ernsthaft mit Verdrängungs-und Maskierungserscheinungen in unserer Gesellschaft zu befassen, ist naturgemäß auch eine Reise in das eigene Ich.  Die Reiseziele der Semesterarbeiten sind verschieden und manchmal auch wirklich unbekannt.

Prof. Rudolf Schäfer