Textil(e) Manufaktur

Eine textile Fassade für die Manufaktur. Interdisziplinärer Workshop und Wettbewerb vom 9. bis 13. Januar 2012, Anmeldung bis 14. Dezember 2011

 

TEXTIL(E) MANUFAKTUR – Eine textile Fassade für die Manufaktur

Ausgangspunkt für den interdisziplinären Workshop, der als interner, studentischer Wettbewerb ausgeschrieben wird, ist die einzigartige Chance, die Fassade des neuen Gebäudes der Textilmanufaktur auf dem Campus von und mit Studierenden gestalten zu können. Idee ist es, die Verschattungselemente nicht wie ursprünglich geplant aus Metall umzusetzen, sondern entsprechend der Gebäudenutzung mit textilen Materialien und Technologien zu realisieren. Interdisziplinär soll eine textile Haut entwickelt werden, die Grenzen zwischen Architektur und Textil verschwimmen lässt und die inhaltliche Ausrichtung der Textilmanufaktur nach Außen verkörpert. Ein Werkstattgebäude dieser Art und Größe mit einem Textil zu verkleiden gilt als Novum in der Architektur!

Die besondere Herausforderung für die Studierenden liegt darin, innerhalb der sehr konkreten Anforderungen innovative und aussagekräftige Lösungen zu finden. Vor allem für den/die Studierenden, deren/dessen Entwurf gewählt wird, bietet sich die Gelegenheit, diesen auf professioneller Ebene mit Herstellern, dem Bauherren und den Architekten, zum Prototypen weiterzuentwickeln und im besten Fall zu realisieren. Nur selten ist es in studentischen Projekten möglich, so konkret in der Anwendung zu arbeiten. Da die architektonischen Anforderungen sehr hoch sind (Feuerschutzbestimmung B1, Rahmenbauweise, Kosten), werden verschiedene textile Mittel und entsprechende Hersteller vorrecherchiert, um die Voraussetzungen für eine Realisierbarkeit so weit wie möglich zu schaffen. Derzeit stehen Stricken/Wirken, Weben und Flechten als konstruktive Methoden und Bedrucken und Sticken als additive Methoden, die jeweils auch kombiniert werden können, zur Diskussion. Als Materialien sind ummantelte Garne von Recytex, Polyester- und PTFE-Garn in der engeren Wahl.

Besonders ist die Situation, dass das Gebäude zum Zeitpunkt des Workshops schon bezogen ist. Dies macht die Fassadengestaltung bedeutend greifbarer und konkreter und ermöglicht direkte Tests am Objekt. Dem Fortschritt des Baus bedingt, ergibt sich auch die bereits entwickelte Lösung der verschiebbaren Rahmen. Dementsprechend ist das Raster, in dem gearbeitet wird, vorgegeben – dies ist für die Kompaktheit des Workshops und die Realisierbarkeit von großem Vorteil und stellt vor allem einen sehr typischen Auftrag im professionellen Alltag dar.

Information / Termine

  • Leitung: Prof. Ulrich Reimkasten, Prof. Bettina Göttke-Krogmann, Dipl. Des. Mareike Gast
  • Teilnehmer/innen: 20 Studierende aus allen Studiengängen der Fachbereiche Kunst und Design
  • Beginn: Montag, 9. Januar 2012,  9 Uhr, jeweils morgens Besprechungen mit Gästen: Architekt Andreas Weber, Prof. Kathrin Grahl, Prof. Dr. Axel Buether
  • Präsentation: Freitag, 13. Januar 2012, 15 Uhr
  • Jurysitzung: (voraussichtlich) Montag, 16. Januar 2012
  • Bekanntgabe der Auswahl: (voraussichtlich) Dienstag, 17. Januar 2012

Anmeldung

Anmeldungen sind möglich bis Mittwoch, dem 14. Dezember 2011 bei Prof. Göttke-Krogmann per Mail: krogmann(at)burg-halle.de