Konzept „483,765 Hz“ von Julia Körtge

Eine Datenvisualisierung der Kriminalrate Berlins

Die Idee

483.765 Hz ist eine Datenvisualisierung zur Veranschaulichung der Kriminalrate von Berlin aus dem Jahre 2008. Das Motto: „Wie klingt die Berliner Kriminalrate?“

Die Idee war jeder Ziffer eine Note zu geben. Um alle Zahlen darzustellen, bedarf es folglich zehn Noten. Das D stand für die Zahl null. Das E für die Zahl eins und so weiter. Eine ganze Zahl von einem Bezirk besteht aus jeweils fünf Ziffern. Diese wurden somit in Noten übertragen und
zu einem 4/4 Takt umgeschrieben, weil dies dem Takt des Herzens entspricht.
Insgesamt wurden 3 Tonspuren angelegt. Die erste beinhaltete die Noten/Takte der jeweiligen
Bezirke. Die zweiteTonspur nur die erste Ziffer als ganze Note für jeden Bezirk zur Betonung.
Die dritte war ein Herztakt, als Beat, der später allerdings von einem richtigen Herz ersetzt
wurde. Mithilfe des Programms Guitar Pro wurden die Tonspuren gewissen Instrumenten
zugeordnet, um ein eigenes virtuelles Orchester zu erstellen.

483.765 Hz ist in erster Linie eine akustische Visualisierung. Erst in einer späteren Phase kam eine Visualisierung hinzu, da nicht alle Menschen den Unterschied zwischen den Tonhöhen wahrnehmen können. In der Form ließ mich von der Fernseh-Serie Dexter inspirieren.

Die Umsetzung

Es wurde ein Konzept erstellt, indem Berlin zuerst in der Topansicht vektorisiert wurde. Im 3Ds Max Programm weiterverabeitet, entstand anhand von Extrudieren, Klonen und einem komplexen Raster* individuelle Formen aus den Bezirken.

Die Technik

483.765 Hz durchlief viele Programme. Angefangen in Guitar Pro, wo die Zahlen eingelesen und das Stück komponiert wurde.
Für die visuelle Komponente war lange vvvv für zuständig, welches jedoch nicht das gewünschte Resultat hervorbrachte.
Schließlich entstand ein Film, bei dem nur noch die Probebilder übrig sind. 3Ds Max
war letzen Endes das Programm mit dem alles schnell und effizient umgesetzt werden konnte.
Der Song wurde gemischt und geschnitten in Quicktime, Garage Band, Photohop, Premiere
und After Effects.