Literatur im Volkspark

Leipziger Buchmesse 2013 - Halle liest mit
mit Wilhelm Genazino, Uwe Kolbe, Barbara Vinken sowie Albert Wendt
Zeit: Di, 11.3. / Do, 13.3. / Sa, 15.3. / So, 16.3.2014
Ort: Volkspark, Schleifweg 8 a, 06114 Halle

Vom 11. bis 16. März 2014 findet im Rahmen des Lesefestivals „Halle liest mit“ wieder die Veranstaltungsreihe „Literatur im Volkspark“ statt. Mit vier Lesungen (Wilhelm Genazino, Uwe Kolbe, Barbara Vinken sowie Albert Wendt) und einer Ausstellung von Künstlerbüchern wird der Volkspark zu einem der zentralen Orte des halleschen Lesemarathons, der alljährlich zur Leipziger Buchmesse stattfindet.

PROGRAMM „Literatur im Volkspark“

Wilhelm Genazino liest aus „Wenn wir Tiere wären“ und „Tarzan am Main“

Dienstag, 11. März 2014, 20 Uhr
Volkspark, Schleifweg 8a

Begrüßung
Wolfgang Stockert, Kanzler Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Moderation
Doris Sossenheimer, Leiterin Designhaus Halle

Eintritt 5 €

Kein anderer Schriftsteller kann die Absurditäten des Alltags so zärtlich und eigensinnig beschreiben wie Wilhelm Genazino. Die wundersame Erzählwelt des Flaneurs Genazino ist bevölkert von Menschen, deren Leben auch nicht größer und glücklicher ist als unseres. Erzählt wird mit großer Poesie und unbändiger Komik von einem Leben im Provisorium, dem kleinen Scheitern und vom kurzen Glück. Dabei zeichnet er ein detailgenaues Bild unserer bundesrepublikanischen Wirklichkeit.

Wilhelm Genazino, 1943 in Mannheim geboren, lebt in Frankfurt. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-Büchner-Preis. Zuletzt erschienWenn wir Tiere wären(2011),Tarzan am Main (2013).

Barbara Vinken liest aus „Angezogen – das Geheimnis der Mode“

Donnerstag, 13. März 2014, 20 Uhr
Volkspark, Schleifweg 8a

Moderation
Doris Sossenheimer, Leiterin Designhaus Halle

Eintritt 5 €

Ist der Wandel der Moden eine unvorhersehbare Laune der Kultur? Mitnichten, sagt Barbara Vinken, Modewandel hat System und ist ein differenziertes Zeichensystem im historischen Wandel. In diesem Buch geht es um Frauen, Männer, Kleider, Anzüge und Beine. Es geht um Marie Antoinettes Roben, Charles Baudelaire, die Dandys des 19.Jahrhunderts und Michelle Obamas Designerkleider, es geht um boyfriend look, Sex und Unisex. Denis Scheck empfiehlt Vinkens Kulturgeschichte der Mode als „eine unglaublich lehrreiche, amüsante und horizonterweiternde Lektüre!“.

Barbara Vinken ist Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie schreibt für »DIE ZEIT«, »NZZ« und »CICERO« und ist häufig zu Gast bei Gert Scobel in 3sat.

Albert Wendt liest aus „Adrian und Lavendel“

Samstag, 15. März 2014, 15 Uhr
Volkspark, Schleifweg 8a

Veranstaltung für Kinder ab 5 Jahre und Erwachsene

Eintritt frei

Im Garten des Märchenschreibers Adrian landet eines Tages die zart geflügelte, völlig ausgehungerte Dampfwalze „Lavendel“. Adrian füttert sie Seite um Seite mit seinen Märchen und nach einigen Anfangsschwierigkeiten kommen die beiden einander näher. An diesem Tag beginnt die zärtliche und heitere Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. „Adrian und Lavendel“ gibt es auch als Hörspiel und Theaterstück.

Albert Wendt lebt seit 55 Jahren in einem Dorf bei Leipzig. Dort sitzt er unterm Apfelbaum, bei schlechtem Wetter in einem Häuschen und schreibt Märchen. Für sein Buch „Betti Kettenhemd“ wurde er mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet.

Uwe Kolbe liest aus „Die Lüge“

Sonntag, 16. März 2014, 11 Uhr, Matinee
Volkspark, Schleifweg 8a

Moderation
Knut Elstermann, Journalist

Eintritt 5 €

Uwe Kolbes neuer Roman „Die Lüge“ führt zurück in die DDR und erzählt von einem jungen Komponisten, einer geteilten Hauptstadt, von Vater und Sohn und einer Verstrickung. Es ist die Geschichte von einem Vater, der freiwillig in den Osten ging und einem Sohn, der als Komponist den Sound seiner Generation einfängt und sich mit der Zensur arrangiert. In einer brillanten Sprache zeichnet Uwe Kolbe ein eindrückliches Bild der späten DDR, ihrer Künstlerszene und stellt Fragen nach Loyalität und persönlicher Freiheit.

Uwe Kolbe, 1957 in Ostberlin geboren, war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Mikado, siedelte 1988 in den Westen über, heute lebt er in Hamburg. Für seine Arbeit wurde er u.a. mit dem Stipendium der Villa Massimo, dem Preis der Literaturhäuser und dem Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet.

Ausstellung im Foyer: SEITENSPRUNG

Künstlerbücher von Friederike von Hellermann, Anna Helm, Rita Lass, Jule Claudia Mahn, Annegret Rouél, Ulrike Steinke, Nancy Jahns und Sven Märkisch (KünstlerInnen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.)

Tickets

Karten sind an der Abend- bzw. Tageskasse erhältlich.
Reservierungen bei Lydia Gerken, gerken@burg-halle.de

„Literatur im Volkspark“ ist eine Veranstaltungsreihe von Verein Volkspark e.V., Designhaus Halle und Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Mit freundlicher Unterstützung der Volksbank Halle (Saale) eG


Foto Wilhelm Genazino: Annette Pohnert, Carl Hanser Verlag
Foto Uwe Kolbe: Gaby Gerster

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