SINOPALE 6: „TRANSPOSITION“

Internationale Kunstbiennale im türkischen Sinop aufgrund aktueller Ereignisse verschoben!
Ursprünglich wollte sich die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle an der Internationalen Sinop Biennale in der Türkei beteiligen, die am 6. August 2016 eröffnet.

Julian Rosefeldt: Asylum, 2001/2002, Shortfilm Version, 14 min 16 sec, Still, © Julian Rosefeldt und VG Bild-­Kunst

SINOPALE 6: „Transposition“

Aktuelle Meldung zur Sinopale / 21. Juli 2016

Das Sinopale-Team glaubt an die Demokratie und die Bedeutung des Willens des Volkes. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Türkei die momentane schwierige Phase bald überwunden haben wird.

Die Sinopale, die dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, ist eine Biennale, die auf Prozesse der Partizipation, des Austauschs, auf lokale Expertise und ein internationales Netzwerk setzt. Sie realisiert sich nicht nur als temporäre Schau alle zwei Jahre, sondern als kontinuierlicher Prozess der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Knotenpunkten.

Die jüngsten Ereignisse in der Türkei veranlassen die Kuratoren T. Melih Görgün, Nike Baetzner und Jonatan Habib Engqvist, die internationale Ausstellung der Sinopale 6 mit dem Titel Transpostion /Aktarım, die ursprünglich am 6. August diesen Jahres eröffnet werden sollte, auf 2017 zu verschieben.

Jetzt im August wird die Sinopale mit einem Teil der regionalen Akteure stattfinden, es wird unter anderem Filmabende und Kinderworkshops geben. Die Zusammenarbeit zwischen den regionalen und den von auswärts kommenden KünstlerInnen sowie die Ausstellung an verschiedenen Orten in Sinop und Gerze verschieben wir um ein Jahr.

Wir bleiben in „Transposition“! Im Sinne des Netzwerks der Sinopale werden wir, die aktuellen Entwicklungen begleitend, begonnene Gespräche fortsetzen, Ideen weiter entwickeln und uns in unterschiedlichen Konstellationen treffen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

T. Melih Görgün, Nike Baetzner, Jonatan Habib Engqvist

 

English Version

As Sinopale team believing in democracy and significance of the people's will, we strongly believe that our country will leave this sensitive process behind as soon as possible. 

Sinopale, which is celebrating its 10th year, is a process-based biennial focusing on participation, exchange, local expertise and an international network. It is not only a temporary exhibition every two years, but a relationship and an on-going practice.

Due to recent events in Turkey, the curators Melih Görgün, Nike Baetzner and Jonatan Habib Engqvist have agreed to postpone the international part of Sinopale 6: Transpostion /Aktarım, originally planned to open on August 6 this year, until 2017.

This August certain parts of Sinopale will take place as planned with regional partners, with film screenings and workshops for children. However, cooperation between the regional/local and the artists from out-of-town as well as the multi venue exhibition at the various locations in Sinop and Gerzi are postponed until next year.

We remain in "Transposition". We will continue to engage in the network of Sinopale – following how the situation develops, continuing our conversations, developing ideas further, and meeting in different constellations.

Postponed is not cancelled.

T. Melih Görgün, Nike Baetzner, Jonatan Habib Engqvist

 

Sinopale 6 / ursprünglich geplant: 17. Juli – 7. September 2016, Sinop, Turkei
Eröffnungswochenende: 6. und 7. August 2016

(English Version below)

Im Sommer 2016 sollte zum 6. Mal die Sinopale am Schwarzen Meer stattfinden. Nun wird der internationale Part auf 2017 verschoben.

Die Sinopale ist eine junge  Biennale, die internationale und lokal verortete Künstler, Künstlerinnen und Künstlergruppen dazu einlädt, ortsspezifische Werke in einem Austausch mit den Bürgern der Region zu entwickeln. Sie setzt auf sublime Formen des Widerspruchs, die Kollaboration mit Initiativen der Zivilgesellschaft und ökologisch orientierten Interessensgemeinschaften. Sie vertraut auf die Kooperation mit NGO’s – und auf eine Sprache der Metaphern. Prozesse der Teilhabe, der Solidarität und der Differenzierung werden den Sommer in Sinop prägen. Parallel zu den Werkpräsentationen finden mannigfaltige Formate statt, von Workshops über Diskussionsforen zu investigativen Aktionen, mit Kommunikationsorten vom Teegarten über die Volksküche bis zur Agora.

Transposition ist das Leitthema der Sinopale 6. Transposition ist ein Begriff mit vielfältigen Bedeutungen, die alle eine Verschiebung zwischen unterschiedlichen Werten umfassen. Sie impliziert den Tausch, den Wechsel, die Übertragung ebenso wie die Verschlüsselung. Transposition erlaubt das Spiel mit dem Zwischenraum, eröffnet einen Denk- und Handlungsraum sowie ein Feld der Imagination.

Als ein weiteres Leitbild fungiert die voraufklärerische, transdisziplinär aufgestellte und global vernetzte Wunderkammer. Dieses Gedankengebäude steht in Kontrast zu den spezialisierenden Konzepten seit der Industrialisierung, die einer kritischen Befragung unterzogen werden. Eine solche Sondierung korrespondiert mit der neuen, nicht nostalgischen Wahrnehmung lokaler Handwerkstraditionen. Insofern schreibt „Transposition“ den „Assoziationsraum Wunderkammer“ weiter, eine Ausstellung, die im Sommer 2015 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle (Saale) anlässlich des 100. Jubiläums der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle gezeigt wurde. Ein von dort aus gestarteter Satellit verharrt nun in Sinop. Im Sinne der universalen Ausrichtung der Wunderkammersammlungen sowie der multimedial und transnational vernetzten künstlerischen Produktion werden die Künstlerinnen und Künstler in Sinop ihre Werke in Kollaboration mit neu hinzukommenden Künstlern aus verschiedenen Regionen der Welt sowie zusammen mit lokalen Akteuren entwickeln. Dabei werden Prozesse und Objekte kultureller Hybridisierung, der Nationalisierung und Transnationalisierung, der Kolonialisierung und die diese mit bedingenden Reiserouten sichtbar.

 Teilnehmende Künstler_innen

Anne Baumann (DEU), Sophie Baumgaertner (DEU), Aylin Çakıner (TUR), Alvaro Campo (SWE), Bernhard Cella (AUT), Canan Dağdelen (AUT), Philippe van Eetvelt (TUR/CAN), Cevdet Erek (TUR), Ayşe Erkmen  (TUR/DEU), Wilhelm Frederking (DEU), Mürteza Fidan (TUR), Ulrike Grossarth (DEU), Frank Hagen (AUT), Petrit Halilaj (RKS), İpek Hamzaoğlu (TUR/AUT), Murat Haschu (RUS),  Kristina Heinrichs (DEU), Nil İlkbaşaran-Güngör Erdem (TUR/NL), Volkan Kızıltunç (TUR),  Sebastian Körbs (DEU), Maria Lantz (SWE), leavinghomefunktion: Anne Knoedler, Johannes Foetsch, Elisabeth Oertel, Effy Zeniou, Kaupo Holmberg (DEU/CYP/EST), Ulrike Mohr (DEU), Nina Naussed (DEU), Jonas Nobel (SWE), Raluca Popa (ROU), Julian Rosefeldt (DEU), Bella Rune (SWE), Ginan Seidl & Yalda Afsah (DEU), Esther Suarez Ruiz (COL), Youssef Tabti (FRA/DEU) sowie regionale Initiativen.

Kuratoren

T. Melih Görgün (TUR), Nike Bätzner (DEU), Jonatan Habib Engqvist (SWE)

Gefördert durch: die Stadt Sinop, Kulturstiftung des Bundes, Goethe Institut Istanbul, Franckesche Stiftungen zu Halle, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Generalkonsulat von Schweden in Istanbul, Österreichisches Kulturforum Istanbul, Generalkonsulat von Rumänien in Istanbul, Institut Français Istanbul, Mimar Sinan Fine Arts University, Bilgi University Istanbul.

Außerdem unterstützt durch: Werkleitz Gesellschaft Halle, Siemens//sanat Istanbul, Womens Council Sinop, Tourist Association Sinop, Sinop Sürdürülebilir Kalkınma Derneği, Geschäftsleute, Handwerker, Hoteliers, NGOs aus Sinop und Gerze

Für weiterführende Informationen siehe beigefügte Pressemitteilung (Download) und sinopale.org

 

English Version

PRESS Release  // 4th July 2016

SINOPALE 6: „TRANSPOSITION“
17th July – 7th September 2016, Sinop, Turkey // opening: 6th August


Affirming the periphery, Sinopale brings international contemporary art to the city of Sinop by the Black Sea in Northern Turkey. Sinopale is a biennial event – investigating various forms of resistance and adaptation of local movements and initiatives from civil society, ecological activism and nongovernmental politics. The summer of 2016 will align artistic processes of sharing, commonality and difference. The artists will be working in situ. A horizontal collaborative structure will bring the invited artists together with the citizens of Sinop to create spaces for aesthetic, social and political practice.

Sinopale 6 will revolve around the notion of Transposition. Transposition is a word with several meanings, which all signify a shift between values. Playing with the gap in-between, rooms can be opened for process and transference, for a conceptual space, and scope created for action and imagination. Sinopale 6 furthermore taps into dialogues on the history of material and cultural memory in order to create an associative space full of cross-references.

Sinopale is ayoung biennial for contemporary art on the periphery, consisting of a multitude of events of different formats. As long-term organizer of Sinopale, the European Cultural Association emphasizes on its sustainable micro-political and emancipatory efforts. The organization works in close co-operation with international curators who are responsible for the selection of the artists and the program. We take a pragmatic and functional collective approach to the exhibition, events and their thematic and discursive direction in order to generate a format of cross-cultural exchange with the local context.

Participating artists

Anne Baumann (DEU), Sophie Baumgaertner (DEU), Aylin Çakıner (TUR), Alvaro Campo (SWE), Bernhard Cella (AUT), Canan Dağdelen (AUT), Philippe van Eetvelt (TUR/CAN), Cevdet Erek (TUR), Ayşe Erkmen  (TUR/DEU), Wilhelm Frederking (DEU), Mürteza Fidan (TUR), Ulrike Grossarth (DEU), Frank Hagen (AUT), Petrit Halilaj (RKS), İpek Hamzaoğlu (TUR/AUT), Murat Haschu (RUS), Kristina Heinrichs (DEU), Nil İlkbaşaran-Güngör Erdem (TUR/NL), Volkan Kızıltunç (TUR), Sebastian Körbs (DEU), Maria Lantz (SWE), leavinghomefunktion: Anne Knoedler, Johannes Foetsch, Elisabeth Oertel, Effy Zeniou, Kaupo Holmberg (DEU/CYP/EST), Ulrike Mohr (DEU), Nina Naussed (DEU), Jonas Nobel (SWE), Raluca Popa (ROU), Julian Rosefeldt (DEU), Bella Rune (SWE), Ginan Seidl & Yalda Afsah (DEU), Esther Suarez Ruiz (COL), Youssef Tabti (FRA/DEU) and initiatives from the region.

Curators
T. Melih Görgün (Turkey), Nike Bätzner (Germany), Jonatan Habib Engqvist (Sweden)

Venues 
Former Ice Factory at the harbour, Sinop Hal Buluşma Merkezi (former Market Hall),       Dr. Riza Nur Public Library, Chamber of Architects, Museum of Archeology, Museum of Ethnography, Former Glass Factory, Shops and Public Spaces in Sinop and Gerze.

Parallel Program

Within the Sinopale 6, a comprehensive program with workshops, lectures and discussions, performances and film screenings will take place.

Schedule
Preparation process and workshops starting on 17th July 2016
Exhibition opening: 6th August 2016, duration of the exhibition: until 7th September 2016

contact: nike.baetzner@online.de, mobil: 0049-179-1419641

For previous Sinopale events see: sinopale.org

Supported by: City of Sinop, German Federal Cultural Foundation, Goethe Institute Istanbul, Burg Giebichenstein University of Art and Design Halle, Francke Foundations Halle, Consulate General of Sweden, Consulate General of Romania, Institut Français Istanbul, Mimar Sinan Fine Arts University, Bilgi University Istanbul              

Further support: Werkleitz Gesellschaft Halle, Siemens//sanat Istanbul, Womens Council Sinop, Tourist Association Sinop, Sinop Sürdürülebilir Kalkınma Derneği, the citizens and NGOs from Sinop and Gerze