Anerkennung für Paul Evermann beim Marianne-Brandt-Wettbewerb 2010

Burg-Absolvent erhält Anerkennung im internationalen Marianne-Brandt-Wettbewerb 2010 in der Kategorie „Produktgestaltung“

 

Der Marianne-Brandt-Wettbewerb ist ein europaweit ausgeschriebener Wettbewerb für junge Gestalter, Fotografen und Künstler. Der Wettbewerb wurde 2001 erstmals durchgeführt und findet unter dem Motto „Die Poesie des Funktionalen“ im Turnus von drei Jahren statt. 

Die Arbeit „Bender“ von Burg-Absolvent Paul Evermann erhielt beim diesjährigen Marianne-Brandt-Wettbewerb eine Anerkennung in der Katergorie „Produktgestaltung“.

„Bender, ein Hocker“, so Paul Evermann über seine eingereichte Arbeit, „besteht aus einer gelaserten, abgekannteten und anschließend verzinkten Grundplatte. Mit Hilfe von Kabelbindern werden die Hockerbeine an der Sitzfläche befestigt. Um das Abgrätschen der Beine bei starker Belastung zu verhindern, wird die Konstruktion durch vier weitere vorgespannte Kabelbinder stabilisiert. Die Kabelbinder ermöglichen eine werkzeuglose Montage der mitgelieferte Beine vor Ort. Alternativ und je nach handwerklichem Geschick können auch andere passende Dinge wie zum Beispiel ausgediente Stuhlbeine oder Fundholz genutzt werden. Auf diese Weise entstehen individualisierte Hilfssitze die durch die Form der Sitzfläche stapelbar sind.“

Paul Evermann, 1982 in Schwerin geboren, studierte Industriedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. 2006 erhielt er zusammen mit Stephan Schulz den IVM-Innovationspreis, 2008 folgte ein Erasmusstipendium an der AAAD Prag. 2010 folgt der Burg-Abschluss mit Diplom, die Teilnahme an der Austellung „Graduate“ in der Zona Tortona in Mailand und die Gründung eines eigenen Designstudios.
www.paulevermann.com

Träger des Wettbewerbs ist der Kunstverein Villa Arte e.V. Chemnitz. Er ist benannt nach der Chemnitzer Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt. Marianne Brandt, deren Werk stets Ästhetik und Funktionalität miteinander verband, gehörte zu den bekanntesten Künstlerinnen des Bauhauses in Weimar und Dessau. Zeitweilig leitete sie die dortige Metallwerkstatt. Legendär wurden ihre Metallgestaltungen, darunter ein Teeextraktkännchen und ein kreisförmiger Aschenbecher, aber auch die seriellen Entwürfe für Leuchten und andere Gebrauchsgegenstände. Das Motto des nach ihr benannten Wettbewerbes „Die Poesie des Funktionalen“ umreißt die Pole ihrer Arbeitsweise.