Kunst für die Leopoldina

Roland Fuhrmann, Absolvent der halleschen Kunsthochschule, gewinnt 1. Preis im Wettbewerb „Kunst am Bau“ im Rahmen der Sanierung des künftigen Hauptgebäudes der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina Halle

 

Im Rahmen der Sanierung ihres neuen Hauptgebäudes in Halle hat die Leopoldina einen Wettbewerb zum Kunst am Bau durchgeführt. Aus dem Kreis der über 140 Bewerber wurden acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt und gebeten, ihre Entwürfe einzureichen. Das Preisgericht entschied in einem einstimmigen Votum für den Entwurf „Dialog introspektiv“ von Roland Fuhrmann aus Berlin. Roland Fuhrmann studierte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle im Studiengang Bildhauerei/Metall und schloss sein Studium 1997 mit dem Diplom für Bildende Künste ab.

Die Arbeit „DIALOG introspekiv“ von Roland Führmann erfülle, so lautet das Jury-Urteil „in jeder Hinsicht die Anforderungen der Leopoldina an die künstlerische Ausgestaltung der räumlichen Gegebenheiten. [...] Inhaltlich bezieht sich der Künstler in seinem Entwurf auf das Zusammenspiel von Wissenschaft und Kunst, Mensch und Natur.“

„Die skelettierten Plastiken wären ohne den tomographischen Röntgenblick moderner Wissenschaft nicht möglich“, schreibt Fuhrmann in seinem Exposé. Das Preisgericht nimmt in seiner Begründung darauf Bezug: „Die Verbindung seines Entwurfs zur Medizin knüpft [damit ] an die historische Entstehung der Akademie an. Architektonisch harmoniert die Arbeit sowohl mit dem historischen Treppenhaus des ehemaligen Logenhauses als auch mit dem Gestaltungskonzept der Außenanlagen. Und schließlich hat der Künstler mit Edelstahl bewusst ein beständiges Material gewählt, das auf lange Sicht keiner Wartung bedarf.“

Die Ausführung des Sieger-Entwurfes „DIALOG introspektiv“ ist bis September 2011 geplant. Roland Fuhrmann wird seine Arbeit im Freigelände und im Haus am Moritzburgring umsetzen.

Am 9. November 2010 wurde der Grundstein für das zukünftige Hauptgebäude der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften in Halle gelegt. Im Frühjahr 2012 bezieht die Leopoldina das Haus auf dem halleschen Jägerberg. In den Räumen und Sälen ihres neuen Hauptsitzes findet die wachsende Akademie den Platz, den sie benötigt, um ihre neuen Aufgaben als Deutschlands Nationale Akademie der Wissenschaften zu erfüllen – die wissenschaftliche Beratung von Politik und Gesellschaft sowie den internationalen Austausch.

Die künstlerischen Ideen und die Projekte aller acht Wettbewerbsteilnehmer sind in einer Ausstellung in der 1. Etage des Ratshofes (Marktplatz 1, 06108 Halle) noch bis 28. Februar 2011 zu sehen.