Die Arbeit „Damensattel“ von Industriedesign-Student Caspar Huckfeld erhielt beim diesjährigen Marianne-Brandt-Wettbewerb den zweiten Sonderpreis vitra smow und USM Haller in der Katergorie „Produktdesign“.
„Der Damenstattel“, so Caspar Huckfeldt über seine eingereichte Arbeit, „ist eine elegant, geschwungene Geste. Eine anarchische, romantische, spontane Einladung, ein Stückchen Weg, nicht StVO konform gemeinsam zu bereisen. Er besteht aus zwei elastischen Kunststoffeilen, kann matt, transparent und in verschiedenen Farben hergestellt werden. Die beiden Teile werden mit zwei Inbussschrauben am Fahrradrohr befestigt.“
Caspar Huckfeldt, 1978 in Hamburg geboren, studierte Industriedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. 2006 Ausstellung auf dem DMY Berlin mit dem Labor für einsame Großstadtseelen. 2007 und 2010 Assistenz, Ausstellungsorganisation und Umsetzung zum Designpreis Halle. 2008 Studium an der dkds Denmarks Designskole Kopenhagen. 2008–2009 Praktikum im Studio Makkink & Bey Rotterdam, Niederlande.
Der Marianne-Brandt-Wettbewerb ist ein europaweit ausgeschriebener Wettbewerb für junge Gestalter, Fotografen und Künstler. Der Wettbewerb wurde 2001 erstmals durchgeführt und findet unter dem Motto „Die Poesie des Funktionalen“ im Turnus von drei Jahren statt.
Träger des Wettbewerbs ist der Kunstverein Villa Arte e.V. Chemnitz. Er ist benannt nach der Chemnitzer Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt. Marianne Brandt, deren Werk stets Ästhetik und Funktionalität miteinander verband, gehörte zu den bekanntesten Künstlerinnen des Bauhauses in Weimar und Dessau. Zeitweilig leitete sie die dortige Metallwerkstatt. Legendär wurden ihre Metallgestaltungen, darunter ein Teeextraktkännchen und ein kreisförmiger Aschenbecher, aber auch die seriellen Entwürfe für Leuchten und andere Gebrauchsgegenstände. Das Motto des nach ihr benannten Wettbewerbes „Die Poesie des Funktionalen“ umreißt die Pole ihrer Arbeitsweise.







