Geschichte der Burg

von den Anfängen bis zur Gegenwart
1958–1989

1958–1989

1964
Erwin Andrä wird Rektor (bis 1971); die Ausbildung wird auf die verschiedenen Bereiche der Formgestaltung konzentriert, die bildkünstlerischen und werkkünstlerischen Fachrichtungen werden eingeschränkt; aus den werkkünstlerischen Abteilungen Keramik und Textil werden spezialisierte Designrichtungen ausgegliedert: Textildesign (1968) und Gefäßgestaltung, heute Keramik /Glasdesign (1970);Neugründung des Fachgebiets Spielmittelgestaltung, heute Spiel- und Lernmitteldesign; die Architekturklasse ändert als Möbel- und Ausbaugestaltung ihr Profil in Richtung Innenarchitektur; die Zusammenarbeit mit der Industrie wird weiter entwickelt: 1980 nennt allein das Fachgebiet Gefäßgestaltung 15 Industrie- und Entwicklungsbetriebe als Kooperationspartner; ein Jahr später ist gegenüber der Burg Baubeginn eines neuen Lehrgebäudes für die Designbereiche

1965
die Hochschule bildet Diplom-Designer im Fernstudium, heute Teilzeitstudium aus; es beginnt der administrative Anschluss von später zeitweilig bis zu fünf Industriebetrieben bzw. Manufakturen als Verband der Produktionsbetriebe (bis 1990) mit dem Ziel, die gestalterische Qualität der Erzeugnisse der Betriebe zu erhöhen und die praxisnahe Ausbildung der Hochschule zu verbessern

1967
die neue inhaltliche Orientierung bewirkt eine neue Struktur, die Fachgebiete werden in Sektionen (mit häufig wechselnden Bezeichnungen) vereint: Gestalterisch-künstlerische und Wissenschaftlich-technische Grundlagen, Produkt- und Umweltgestaltung im Bereich der Produktion, Produkt- und Umweltgestaltung im Bereich des Wohn- und Gesellschaftsbaus; die im Institut für Werkkunst vereinten Lehrstühle werden erst 1973 als Sektion Bildende und Angewandte Kunst in dieses Modell integriert

1970
das Fachgebiet Metallgestaltung, zuletzt als Institut für Metallgestaltung geführt, wird in drei selbstständige Ausbildungsbereiche Schmuck, Email und Metall getrennt;  Metall und Email werden 1981 wieder in einem Fachgebiet vereint

1971
der Designer Paul Jung wird Rektor (bis 1987)

1972
die als »Angewandte Kunst« eingeschränkten Ausbildungsmöglichkeiten in Grafik, Malerei und Plastik werden aufgehoben; in der Unterburg Giebichenstein beginnen umfangreiche Instandsetzungs- und Rekonstruktionsarbeiten

1974
Glasgestaltung und Grafik werden als von der Malerei getrennte selbstständige Fachgebiete eröffnet

1975
zur Intensivierung der praxisnahen Ausbildung, vor allem von Kontakten zur Industrie, wird eine Gruppe Forschung und Entwicklung gegründet; das Fachgebiet Arbeitsumweltgestaltung wird als selbstständige Ausbildungsrichtung etabliert; der Gustav-Weidanz-Preis für Plastik wird erstmals vergeben; die Hochschule beginnt, die Gebäude im Gelände Neuwerk 7 zu nutzen, 1985 werden hier ein neues Lehrklassengebäude und 1999 ein neues Werkstattgebäude errichtet

1976
Gründung der Abteilung Theorie und Methodik der Industrieformgestaltung; die konzentrierten Bemühungen um die Designtheorie finden ihren nachhaltigsten Niederschlag in den seit 1977 kontinuierlich veranstalteten Designwissenschaftlichen Kolloquien; Beginn der theoretischen, später auch praktischen Beschäftigung mit Fragen des rechnergestützten Entwurfs

1978
Wiedereinrichtung der Fachgebiete Gebrauchsgrafik und Bucheinband; die ehemalige Werkstatt von Otto Dorfner in Weimar wird dem Fachgebiet Bucheinband als Lehrwerkstatt und zugleich Produktionsstätte angeschlossen

1987
der Designer Jochen Ziska wird Rektor (bis 1989)

1988
Gründung des Fachgebietes Mode