Sie wird weder fortschrittsutopisch noch kulturpessimistisch gesehen, sondern als ein sich ständig polarisierendes, neu generierendes Spannungsfeld aus Extremen und Ambivalenzen - zwischen Chaos und Ordnung, Leben und Wissenschaften, Spiel und „blutigem Ernst“, Artistik und Sozialengagement, „Allem“ und „Nichts“. Als widerstreitende Gestaltungsverfahren bildeten sich Montagen und metamechanische Konstruktionen von Dada Berlin im Schnittpunkt von Kulturrevolte, epochalen Umbrüchen und einsetzender Medienrevolution zwischen 1917 und 1922 heraus.
Ihre sich gegenseitig durchdringenden Antriebskräfte werden auf Nietzsches Einfluss seiner Kunst- und Lebensphilosophie zurückgeführt, auf die dionysisch/apollinischen Antagonismen und auf seine Forderung, die Kunst „unter der Optik“ des Lebens, die Wissenschaft unter jener der Kunst zu sehen.
ISBN 3-7861-1525-7
Format:
280x215 mm, 496 Seiten
Preis:
126.50 Euro
Herausgeber:
Gebr. Mann Verlag - Berlin
Erscheinungsjahr: 2000
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