Der Maler Ulrich Klieber veröffentlicht mit „Wege zum Bild“ die Methoden und Ergebnisse seiner Arbeit als Lehrender im Fach Gestaltungslehre an der Burg Giebichenstein. Er weiß genau, dass die Zeiten, als man das empirische Wissen um die „Grundgesetzlichkeiten visueller Gestaltung“ möglichst akademisch fundamentierte und als eine in sich mehr oder weniger geschlossen Lehre vermittelte, vorbei sind.
Er weiß, dass unumstößliche Gewissheiten in der Kunst – und eben auch auf dem Weg zu ihr – nicht zu haben sind. Entsprechend offen ist Kliebers Lehrkonzept: Im Mittelpunkt steht das didaktische Prinzip der „klassischen“ Aufgabenstellung. „Die konkret gestellte Aufgabe als Hilfestellung“, nennt das Klieber.
Mit ihrer Hilfe ist es angehende KünstlerInnen, KunsterzieherInnen oder GestalterInnen möglich, die eigenen Stärken zu erkunden und dafür individuelle Arbeits- und Handlungsstrategien zu entwickeln. In diesem Prozess billigt sich Klieber als Lehrender gegenüber den StudentInnen „lediglich einen Erfahrungsvorsprung“ zu. Mit dem eingestandenen „Mut zur Lücke“ ist die visuellen Wahrnehmung erklärtermaßen der zentrale Punkt der Klieberschen Lehre: „50 Prozent der Lehre ist das Sehen. Sehen, was die anderen tun.“ Mit einer reichen Auswahl an Bildbeispielen ist „Wege zum Bild“ eine anschauliche „Schule des Sehens“ und anregend für Lehrende wie Studierende. rlb
1. Auflage
Format:
Gebunden
208 Seiten
Preis:
29,90 Euro
Herausgeber:
Seemann Henschel Verlag, Leipzig 2007
Erscheinungsjahr: 2007
Bezugsadresse:
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