Baubeginn für die Mediathek

Am vergangenen Mittwoch wurde am Campus Design, Neuwerk 7, der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle der Grundstein für die neue Mediathek gelegt.

Die Baugrube für die neue Mediathek der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle auf dem Campus Design am Neuwerk 7. Foto: Matthias Ritzmann

Rund zwei Jahre nach dem internationalen Architektenwettbewerb wurde am Mittwoch, dem 29. Januar 2014, auf dem Campus Design der Grundstein für die Mediathek, Bibliotheks- und Leistungszentrum für integriertes Informationsmanagement der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, gelegt. Realisiert wird der Entwurf des Dresdner Büros F29 Architekten, die mit ihrem Vorschlag 2011 den ersten Preis gewonnen haben.

Auf mehr als 1 500 Quadratmetern entsteht eine moderne Bibliothek, die neben Magazinflächen, Verwaltungsräumen und Lesebereichen eine Vielzahl digitaler Medien bereit hält. Die bauliche Fertigstellung ist für Februar 2015 geplant.

„Die heutige Grundsteinlegung ist mehr als nur ein Symbol. Es geht ja nicht nur um ein weiteres schönes Gebäude, das diesen Ort bereichern wird, sondern vielmehr um das hier entstehende sichtbare Bekenntnis zu einem analogen Zugang zu Wissen, zu Materialkontexten und zu den Neuen Medien, der für die erfolgreiche Entwicklung der Kreativen unseres Landes von entscheidender Bedeutung ist“, sagte Prof. Axel Müller-Schöll, Rektor der Kunsthochschule.

„Mit der Mediathek entsteht eine der großen Fachbibliotheken ihrer Art auf dem Sektor Design und Kunst. Damit wird der Campus noch attraktiver, nicht nur für die, die dies als entscheidenden Qualitätsfaktor für den Standort begreifen. Studierende sowie die Bürgerinnen und Bürger des Landes und unserer Stadt werden hier einen weiteren Ort der Inspiration und der Recherche, aber auch der Muße und Begegnung finden“, beschreibt Prof. Müller-Schöll das Anliegen.

Der Siegerentwurf ist ein schlankes, linienförmiges Gebäude mit drei sichtbaren Vollgeschossen. Aufgrund der geforderten Hauptnutzfläche ist die Unterbringung der Hälfte dieser Fläche in einem unterirdischen Sockelgeschoss notwendig. Die Kubatur des Gebäudes ordnet sich den beiderseitig vorhandenen Stadtvillen unter und hält den geforderten Achtungsabstand ein. Seine Fassade wird durch die Lisenen-Riegelkonstruktion aus Furnierschichtholz optisch gegliedert und fügt sich so in die parkähnliche Anlage ein. Das Gebäude bildet den südlichen Abschluss des Campus und definiert dadurch seine Mitte neu.

Bei archäologischen Voruntersuchungen im Mai vergangenen Jahres traten Funde zu Tage, die Flächengrabungen vor Baubeginn notwendig machten. Geborgen werden konnte eine 3000 Jahre alte komplette Salzproduktionsstätte. Dazu gehören Holzleitungen, Solebecken, Feuerungsgruben und Öfen.