Jour Fixe
„Nach fast neun Jahren in der Lehre war ich plötzlich als Künstlerin wieder auf mich alleine gestellt, nicht für ein paar Tage, nicht für ein paar wenige Wochen, sondern für einen langen, offen scheinenden Zeitraum, um mich selbst, ganz allein, wieder der Arbeit im Atelier zu stellen, den künstlerischen Herausforderungen, Fragen und Abenteuern. Das Wichtigste in diesem halben Jahr war sicherlich, selbst wieder so nah an den künstlerischen Prozessen zu sein, und zwar nicht im Dialog mit anderen, sondern im Dialog mit dem eigenen Werk. Dabei habe ich das Verhältnis von Überlegung und Intuition, von Absicht und Zufall, von Vorstellung und Anschauung zwar nicht neu bestimmt, aber neu austariert und durch das eigene Tun auf alten bewährten und neuen unbekannten Wegen wieder stärker ins Bewusstsein geholt. Ich habe das sehr genossen und hoffe (und gehe davon aus), dass ich das, was mich selbst in dieser Zeit so sehr bereichert und beglückt hat, wieder in die Hochschule tragen kann, als Erfahrung, Einsicht und Erkenntnis. Deshalb widme ich diesen Vortrag, in dem ich vom Zeichnen, vom Bau einer großen Stahlplastik und vom Experimentieren mit für mich neuen Materialien und Vorgehensweisen berichten werde, in erster Linie den Studentinnen und Studenten meiner Klasse und meiner Hochschule.“ Andrea Zaumseil
Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich. Gäste sind willkommen!





