Burgprofessorin in den Kunstbeirat beim Bundesministerium der Finanzen berufen

Die Schrift- und Grafikdesignerin Andrea Tinnes, die seit 2007 als Professorin für Schrift und Typografie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle lehrt, wurde in den Kunstbeirat beim Bundesministerium der Finanzen berufen.

 

Dieser Kunstbeirat berät den Finanzminister bei der grafischen Gestaltung der Sonderpostwertzeichen. Der Beirat arbeitet wie eine Jury, beurteilt die Qualität der eingereichten Briefmarkenentwürfe und wählt die besten zur Ausführung aus. Dem Kunstbeirat gehören neben Vertretern des Finanzministeriums, der Post und Bundestagsabgeordneten auch vier auf dem Gebiet der Grafik ausgewiesene Persönlichkeiten an, die als Professoren bzw. als Professorin an einer deutschen Hochschule lehren: Prof. Hans Günter Schmitz und Prof. Martin tom Diek von der Folkwang Universität, Prof. Bernard Stein im Wechsel mit Prof. Nicolaus Ott von der Kunsthochschule Kassel und nun auch Prof. Andrea Tinnes von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Mit der Gestaltung der deutschen Briefmarken beschäftigen sich etwa hundert Designerinnen und Designer. Für jede neue Briefmarke bittet das Finanzministerium sechs bis acht von ihnen, Entwürfe zum jeweiligen Thema zu machen. Seit 2007 wurde auch Andrea Tinnes regelmäßig zu diesen Gestaltungswettbewerben eingeladen. Im Sommersemester 2009 hatte sie mit Studierenden aus dem Studiengang Kommunikationsdesign am Wettbewerb zur Gestaltung der Sonderbriefmarke zum 200. Geburtstag Robert Schumanns teilgenommen. Andrea Tinnes wurde für ihre eigenen Arbeiten, die in vielen Ausstellungen gezeigt sowie in zahlreichen internationalen Publikationen veröffentlicht wurden, mehrfach ausgezeichnet.

Morgen und übermorgen (Dienstag, 4. Mai und Mittwoch, 5. Mai) findet in Berlin die 239. Sitzung des Kunstbeirats beim Bundesministerium der Finanzen statt.

Hochschul-Pressestelle / 3. Mai 2010