Das Potosì-Prinizp

Am Dienstag, dem 28. Juni 2011, um 18 Uhr, spricht die Künstlerin und Kuratorin Alice Creischer im Rahmen eines Jour Fixe über die kuratorische Praxis der in Madrid, Berlin und La Paz/Bolivien gezeigten Wanderausstellung. Hörsaal, Villa-Anbau, Neuwerk 7

Jour Fixe

Alice Creischer ist Künstlerin, Theoretikerin und Kuratorin. Ihr letztes Projekt, die Wanderausstellung Principio Potosí, war 2009/2010 in Madrid, Berlin, und La Paz (Bolivien) zu sehen. Potosí ist eine Minenstadt in Bolivien. Das dort im 16. Jahrhundert in Zwangsarbeit geförderte Silber trägt entscheidend zur Entwicklung des europäischen Kapitalismus bei. Im Zuge dieser kolonialistisch-ökonomischen Dynamik wird eine Massenproduktion von Bildern freigesetzt. Zeitgenössische Künstler antworten auf die barocken Bilder mit eigenen Arbeiten. Diese Bezugnahme zeigt, das es Zusammenhänge gibt zwischen der Funktion der Kolonialmalerei und der Funktion, die das Kunstsystem heute übernimmt, um die neuen Eliten der Globalisierung mit Legitimität auszustatten.

Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich. Gäste sind willkommen!