Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle unterstützt mit Leihgaben und einem wissenschaftlichen Katalogbeitrag von Dr. Angela Dolgner zum Thema „Kurt Bunge an der Kunstschule Burg Giebichenstein“ die Ausstellung aus Anlass des 100. Geburtstag des Künstlers, die der hallesche Kunstverein „Talstrasse” vom 1. September bis 16. Oktober zeigt.
Die thematisch gegliederte Ausstellung zum 100. Geburtstag des Malers Kurt Bunge vereint 36 Malereien, 19 Holzschnitte und 3 Zeichnungen aus den verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers, zusammengetragen aus dessen Nachlass, aus dem Archiv der Burg Giebichenstein und aus der Sammlung der Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt.
Kurt Bunge, 1911 in Bitterfeld geboren, studierte von 1928 bis 1931 an der Staatlich-städtischen Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle in der Fachklasse für Graphik und Zeichnung bei Charles Crodel und nahm Unterreicht im Aktzeichnen bei Gerhard Marcks. 1930/31 erlernt in den Lehr- und Versuchswerkstätten des Landeskonservators von Sachsen-Anhalt das Restaurieren von Kunstwerken. 1940 bis 1945 wird er zum Kriegsdienst eingezogen.
Nach Kriegsende und bis 1950 leitet er die Restaurierungswerkstätten beim Landeskonservator für Denkmalpflege der Provinz Sachsen und ab 1947 des Landes Sachsen-Anhalt. Er wird Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR. 1950 erhält er eine Anstellung an der Burg Giebichenstein, zunächst als Lektor für Maltechnik und Restaurierung, ab 1. April 1951 als Leiter der neu geschaffenen Abteilung Restaurierung. Nach Weggang der Maler Charles Crodel und Erwin Hahs übernimmt er ab 1951 die Schüler ihrer Malklassen. 1953 schließt er sich der in Vorbereitung der III. Deutschen Kunstausstellung gegründeten „Halleschen Malerbrigade“ an, der neben Fritz Baust, Fritz Freitag, Karl Erich Müller, Fritz Rübbert auch der Kunsthistoriker Peter H. Feist angehören. Politische Gründe zwingen ihn in der Silvesternacht 1958/59 mit seiner Familie die DDR zu verlassen. Er übersiedelt nach Kassel. In den 1960er Jahren übernimmt Kurt Bunge große staatliche, kirchliche und private Restaurierungsaufträge. Ab 1994 engagiert sich Kurt Bunge als Mitglied des Freundes- und Förderkreises der Burg Giebichenstein für die Hochschule, der er von 1928 bis 1931 als Schüler und von 1950 bis 1958 als Lehrer angehörte und der er sich immer verbunden fühlte. 1998 stirbt Kurt Bunge in Kassel.
Die Ausstellung „Kurt Bunge – Malerei und Grafik“ wird am Donnerstag, dem 1. September 2011, um 20 Uhr eröffnet. Es spricht Dr. Dorit Litt, Bonn.
Katalog zur Ausstellung:
Kurt Bunge – Malerei
Halle (Saale) 2011
Umfang: 48 Seiten
Mit Textbeiträgen von Michael Bunge, Angela Dolgner und Dorit Litt und einem Gedicht von Walther Schliepe
ISBN 978-3-932962-60-8
Schutzgebühr: 12 Euro
1. 9. – 16. 10. 2011
Kurt Bunge – Malerei und Grafik
Ausstellung zum 100. Geburtstag des Professors für Malerei an der Burg Giebichenstein
Ausstellungseröffnung: 1. September 2011, 20 Uhr
Kunstverein ”Talstrasse” e.V.
Talstraße 23 - 06120 Halle (Saale)
E-Mail: info@kunstverein-talstrasse.de
Hochschul-Pressestelle / 30. August 2011







