Mit spannenden und ungewöhnlichen Beiträgen widmet sich das neue Some Magazine dem Themenfeld „Electric“, erarbeitet und publiziert von den Burg-Studierenden Markus Lange, Markus Postrach und Falko Walter bei Prof. Seven Voelker im Studiengang Kommunikationsdesign. „Mit ungeheurer Wucht betrat gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts der rasante Fortschritt in der Technologie, der Wissenschaft und der digitalen Vernetzung auch die Bühne von Kunst und Design. Eine ganz neue elektronische Ästhetik entwickelte sich und die radikal veränderten Gestaltungs- und Produktionsprozesse stellten alles auf den Kopf. Und als gerade die ganze Welt voll war von Zukunft und Vision wendete sich das Blatt“, beschreibt Prof. Sven Voelker die inhaltliche Ausgangssituation zum aktuellen Heft, „wo man heute hinblickt wird gemalt, gebastelt, gehäkelt, geklebt und sogar der fast ausgestorbene Polaroid Film wurde gerettet.“ Die neue Ausgabe des Hochschulmagazins geht auf Tuchfühlung mit der elektrischen Vision und stellt sich die Frage: „War das schon alles, oder geht da noch was?“
Innerhalb kürzester Zeit wurde aus einem sehr einfachen Thema ein sehr Komplexes. Es dauerte nicht lange, bis die Liste mit Künstlern und Designern, die interessant waren für die aktuelle Ausgabe, sehr umfangreich wurde.
Die Some-Magazine-Redaktion organisierte sich einen Mac Classic von 1991, packte ihn samt 3,5 Zoll Disketten ins Auto und lud ihn bei fünf der erfolgreichsten Design Büros in Berlin ab: bei Eike König von Hort, bei Mario Lombardo, bei Fons Hickmann von M23, bei Erik Spiekermann und „onlab“. Sie gestalteten mit MacPaint und einem Megabyte RAM jeweils eine Doppelseite für die neue Ausgabe.
In Berlin entstand auch die Modestrecke „The Lab“, für die der Fotograf Robert Wunsch mit den Entwürfen von Amélie Jaeger verantwortlich zeichnete. An der Bauhaus Universität Weimar organisierte die Redaktion gemeinsam mit hiesigen Studenten einen einwöchigen Workshop mit dem dänischen Künstler Eske Rex und bauten kinetische Zeichenmaschinen, deren diffizilen Resultate im neuen Heft zu sehen sind.
Erstmals umfassend zeigt das neue Some Magazine die Arbeit „Twisty“ des Australiers Jonathan Zawada und stellt eine Person vor, die beispielhaft den Raum zwischen Kunst und Design auslotet. Wie wir unseren ganz persönlichen Frieden finden können und warum das Internet in ein Sandkorn passt, verrät der Digitalkünstler Michael Saup, der seit 30 Jahren mit digitaler Kunst experimentiert, in einem Interview. Wunderschöne „Letter from …“ erreichten die Redaktion aus Basel von Gerrit Terstiege, Chefredakteur der Zeitschrift „form“, aus Montreal von der Videokünstlerin Sabrina Ratté und aus Düsseödorf vom Medienkünstler Mischa Kuball.
Ein ganz besonderen Platz nimmt die Zusammenarbeit mit den Bandmitgliedern Magne Furuholmen (a-ha) und Jonas Bjerre (Mew) von Apparatjik ein – einer im Jahre 2008 gegründeten sogenannten Supergroup, die von Guy Berryman von Coldplay und Martin Terefe komplettiert wird.
In Kooperation mit dem Automobilhersteller smart entwarfen die beiden Apparatjiks gemeinsam mit zwölf Studenten an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle aus den Einzelteilen eines Smart Fortwo Electric Drive verschiedene Licht-Raum-Modulatoren.
Alle Ausgaben des Some Magazine sind zu beziehen über die Bibliothek der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Kontakt: 0345 7751-639 , frauendo@burg-halle.de), den Online Shop von Slanted (http://www.slanted.de/shop) sowie weltweit in 50 Buchhandlungen, zum Beispiel in Paris: Colette & Palais de Tokyo, in Berlin: do you read me and Motto, in London: Design Museum and Architecural Association oder in New York: Mc Nally Jackson & Printed Matter.
Some Magazine – Electric
A Magazine between Design and Art
Issue #2 Autumn 2011
Gestaltung: Markus Lange, Markus Postrach, Falko Walter
Herausgeber: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle / Studiengang Kommunikationsdesign / Prof. Sven Voelker
Halle an der Saale, September 2011
Umfang: 128 Seiten
Format: 22 x 28 cm
Sprache: Deutsch/Englisch
ISBN: 978-3-86019-083-8
Preis: 9 Euro
www.somemag.com
Ein besonderer Dank gilt smart für die freundliche Unterstützung bei der Produktion dieser Ausgabe des Some Magazine.


















