„Stadtkrone für Halle Saale“

Ausstellung vom 24. Juli bis 9. Oktober 2011 in der Stiftung Moritzburg, Halle. Bestandteil ist eine 3D-Echtzeit-Visualisierung des Wettbewerbsentwurfs von Walter Gropius, die an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle erarbeitet wurde.

 

Die Stiftung Moritzburg lädt vom 24. Juli bis 9. Oktober 2011 im Nordflügel zur Ausstellung „Eine Stadtkrone für Halle Saale – Walter Gropius im Wettbewerb“ ein. Mit der Ausstellung wird ein hallescher Architekturwettbewerb aus dem Jahr 1927 wiederentdeckt und nach über 80 Jahren neu ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.

Die Entwürfe stehen für die Bandbreite visionärer Phantasien und deren Einfluss, sowohl auf das „echte Bauen“ als auch auf das Selbstverständnis der Architekten und Künstler während der 1920er Jahre. Der Schwebezustand zwischen Utopie und gebauter Wirklichkeit macht es möglich, die innovativen Konzepte der Architekten nachzuvollziehen und zu zeigen, wo und wie sie die überkommenen Traditionen überwunden und neue Wege beschritten haben. Dadurch werden architektonische und städtebauliche Entsprechungen zu den geistigen, kulturellen Strömungen ihrer Zeit plastisch gemacht.

Die Ausstellung in der Stiftung Moritzburg zeigt exemplarisch, wie sich die Ideen der Moderne in den 1920er Jahren auch architektonisch in der Stadt Halle auswirkten, und ermöglicht einen neuen Blick auf die hallesche Kultur- und Architekturpolitik zur Zeit der Weimarer Republik. Zur Teilnahme an dem hochkarätigen Wettbewerb wurden die bedeutendsten Architekten des „Neuen Bauens“ in Deutschland eingeladen: Walter Gropius, Hans Poelzig, Peter Behrens, Emil Fahrenkamp, Paul Bonatz und Wilhelm Kreis. Auch zahlreiche hallesche Architekten und Künstler reichten Entwürfe ein, darunter Karl Völker und Richard Schmieder.

Ein Bestandteil der Ausstellung ist eine 3D-Echtzeit-Visualisierung der „Hängenden Gärten“ von Walter Gropius, die seinen Wettbewerbsentwurf von 1927/28 dem heutigen Betrachter interaktiv näherbringt.Die 3D-Darstellung macht es möglich, sich ungehindert an beliebigen Standpunkten auf dem virtuellen Gelände zu bewegen und gibt eine Antwort auf die Frage, wie die Stadtkrone für Halle Saale ausgesehen hätte, wenn Walter Gropius den Entwurf seinerzeit ausgeführt hätte. Die Computersimulation wurde in Zusammenarbeit mit Christine Fuhrmann an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle von Daniel Ackermann und Prof. Bernd Hanisch erarbeitet.

Das Ausstellungsprojekt der Stiftung Moritzburg entstand in Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der MLU Halle-Wittenberg, der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und dem Bauhausarchiv/ Museum für Gestaltung, Berlin. Die Wüstenrot Stiftung und die Kulturstiftung der Länder unterstützten die Restaurierung der Pläne von Walter Gropius aus dem Bauhaus-Archiv, der Bauverein Halle Leuna die Ausstellungsstation in der Stiftung Moritzburg.     

Idee und Konzept zur Ausstellung:
Dipl.-Ing. M.sc. Christine Fuhrmann, Akademische Mitarbeiterin, BTU Cottbus, und Kuratorin der Ausstellung
Prof. Dr. Leonhard Helten, Kunsthistoriker, Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas an der MLU Halle-Wittenberg, Kurator der Ausstellung

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog:
„Eine Stadtkrone für Halle Saale. Walter Gropius im Wettbewerb“, Hrsg. von Christine Fuhrmann und Leonhard Helten für die Stiftung Moritzburg,
Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt und das Bauhaus Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin. Mit einem Vorwort von Katja Schneider und Beiträgen von Leonhard Helten und Christine Fuhrmann
132 Seiten, 24 x 21,5 cm, 90 Abbildungen, ISBN 3-86105-049-8, erhältlich im Museumsladen für 19,80 Euro.

24. Juli – 9. Oktober 2011
Eine Stadtkrone für Halle Saale – Walter Gropius im Wettbewerb

Eröffnung am Samstag, 23. Juli 2011, um 15 Uhr
Stiftung Moritzburg
Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)
Telefon: +49 (0)345 212 59 53
Fax: +49 (0)345 202 99 90
www.kunstmuseum-moritzburg.de

Öffnungszeiten:
Dienstag von 10 bis 19 Uhr
Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr