Jour Fixe
Wenn etwa beim Projekt „Höhenrausch. Kunst über den Dächern von Linz“ (2009) das Kuratorenteam ein populäres Riesenrad auf das oberste Geschoss eines Parkhauses stellt, dann fragen Bürger durchaus zu Recht: „Und, was hat das nun mit Kunst zu tun?“ Wenn die Ausstellung „Schaurausch“ (2007) den Bürgern von Angesicht zu Angesicht auf Straßenniveau begegnet, so trifft eine große Öffentlichkeit spontan und zufällig auf Kunst. Diese Begegnung beinhaltete die Konsequenz, dass viele von der Kunst angesprochen und von ihr berührt wurden. Diese beiden unterschiedlichen Blicke auf die Stadt schärfen die Wahrnehmung in der Art einer Sehschule. Das Ausstellungsmachen ist so gesehen eine Art Aufmerksamkeitsbeschleuniger, der durch die Schau einen Mehrwert erzeugt.
Paolo Bianchi lebt und arbeitet als international tätiger Kurator, Autor und Dozent in der Nähe von Zürich und in Halle (Saale).
Siehe Interview mit Bianchi in der Download-Spalte rechts.
Quellenangabe hierzu: Paolo Bianchi, „Stadtkunst fördert das Bewusstsein für sich selbst wie auch für die eigene Stadt“, Interview von Werner Fenz, in: „Kunstforum International“, Band 212: „Res Publica 2.0. Stadtkunst als Bild, Text, Klang“, Verlag Kunstforum, Ruppichteroth 2011, S. 115–121.
Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich. Gäste sind willkommen!







