Lothar Zitzmann: Lapidarer Realismus

Vom 15. Dezember 2012 bis 17. Februar 2013 zeigt die Kunstsammlung der Städtischen Museen Jena eine Ausstellung mit Gemälden und Zeichnungen des Malers Lothar Zitzmann, der von 1953 bis zu seinem Tod im Jahr 1977 an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle lehrte.

 

„Für mich geht es um ein Höchstmaß an sichtbarer Ordnung in Beziehung zu einer Aussage über Realität. Ich möchte Einfachheit des Ausdrucks, eine Form ohne Verzierungen, einen lapidaren Realismus.“ So beschreibt der Jenenser Maler Lothar Zitzmann, der 25 Jahre lang an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle lehrte, sein künstlerisches Programm. Im Katalog zur Ausstellung „Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen“ im Neuen Museum Weimar (dort noch bis 3. Februar 2013) schreibt Doris Weilandt, Kuratorin der Zitzmann-Ausstellung in Jena: „So beachtet seine kunstpädagogische Arbeit an der Burg und darüber hinaus war, als Maler kannten ihn dort nur wenige. Für Zitzmann blieb Jena seine lebenslange Heimatstadt.“ Die Stadt Jena ehrte Lothar Zitzmann, indem sie 1991 eine Straße nach ihm benannte.

Lothar Zitzmann wurde am 14. Februar 1924 in Kahla geboren und starb am 19. Januar 1977 in Halle. Er studierte von 1944 bis 1945 bei Walther Klemm an der Kunsthochschule in Weimar und von 1948 bis 1951 Psychologie, Philosophie und Kunstpädagogik an der Universität Jena. Parallel dazu war er freischaffend als Künstler tätig. 1953 wurde er als Dozent für Wandmalerei am Institut für künstlerische Werkgestaltung Burg Giebichenstein in Halle (der heutigen Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) berufen. 1955 begann Zitzmann mit der Entwicklung seiner, heute nach ihm genannten, systematischen Grundlehre. 1965 erhielt er in Halle eine Professur und wurde 1970 zum Direktor der Sektion Künstlerische und wissenschaftliche Grundlagen der Gestaltung berufen.

Die Ausstellung in Jena wird am Freitag, dem 14. Dezember 2012, um 20 Uhr eröffnet. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Die von Lothar Zitzmann entwickelte Gestaltungslehre ist dokumentiert in: „Grundlagen visueller Gestaltung. Dokumente zur visuell-gestalterischen Grundlagenausbildung“, 1990 herausgegeben von der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein; Festeinband mit Schutzumschlag, 318 Seiten, zahlreiche Schwarzweiß-und Farbabbildungen; Preis 10 Euro, ISBN: 978-3-86019-027-2; Bezugsadresse: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, 0345 - 7751 639, frauendo(at)burg-halle.de.

15. 12. 2012 – 17. 2.2013
Lothar Zitzmann
Lapidarer Realismus
Gemälde und Zeichnungen
Städtische Museen Jena
Kunstsammlung
Markt 7
07743 Jena
www.kunstsammlung.jena.de

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 10 – 17 Uhr, Donnerstag 15 – 22 Uhr, Samstag, Sonntag 11 – 18 Uhr

Hochschul-Pressestelle / 7. Dezember 2012