Ganz Halle ist ein Hotel! Das behaupten zumindest 17 Studentinnen und Studenten im Bachelor- und Masterstudiengang Innenarchitektur an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und zeigen, wie und wo man als Besucher der Stadt Halle ganz unkonventionell wohnen könnte.
Die Studenten entwickelten ihre Ideen im Rahmen des Semesterprojekts zum Thema „Pixel Hotel Halle“ , betreut von Prof. Johann Stief und Andrea Rädisch. Demnach könnte ein ehemaliges Gondelhäuschen an der Saale, der Leipziger Turm, eine alte Metzgerei, eine aufgelassene Fabrik, das Genscher-Haus, ein Straßenbahnwagen, ein Profiboxcamp oder der ehemalige Kaffee-Shop am Hauptbahnhof als Unterkunft dienen.
Vorbild für das „Pixel Hotel Halle“ ist das „Pixel Hotel Linz“ , das im Rahmen des Programms Kulturhauptstadt 2009 entwickelt wurde und bis heute floriert (siehe www.pixelhotel.at). Mittlerweile gibt es auch in anderen Großstädten Pixel Hotels. Ein „Pixel Hotel“ ist ein loser Verband von ungewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten für Stadttouristen. Mit Bezug auf die Stadt Halle sagt Prof. Johann Stief: „Wohl selten hat eine Großstadt so opulente Möglichkeiten für unorthodoxe ‚schräge‘ Orte, um daraus eine Touristenunterkunft zu machen“. Und er riet seinen Studenten: „Überall in der Stadt finden sich interessante, aber ungenutzte Räume, die zu Hotelzimmern umgebaut werden können. Dazu braucht es nur Spürsinn und Fantasie. Beides haben Sie, setzen Sie also Ihre Fähigkeiten ein!“
Seit dem vergangenem Montag und noch bis einschließlich 22. Juli kann man die Ideen zum „Pixel Hotel Halle“ im Foyer der Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt ansehen und zu jedem „Pixel“ einen Flyer mit Informationen mitnehmen.
Teilnehmer, Themen und Orte
- Ulrike Bertz: Parkhaus +. Historische Anlage erfährt neuen Glanz: Großgarage Süd, Pfännerhöhe 73, Südliche Innenstadt
- Julia Günther: Disco ist tot. Das Hotelzimmer in der ehemaligen Disco: Joliot-Curie-Platz 1
- Mareike Harmel: Raum für Demenz. Auszeit für einen Perspektivwechsel: Genscher-Haus, Schönnewitzer Straße 9 a, Halle-Reideburg
- Katharina Kirzinger: P2.12. Das kommunikative Hotelzimmer: Fuhneweg, Halle-Neustadt
- Philipp Klemm: Cabinet. Stell dich aus und nicht an!: Obere Papiermühlenstraße, Halle-Kröllwitz
- Isabelle Klinke: stop n box. kommste rin, kannste rauskieken: Adam-Kuckhoff-Straße 16
- Tine Merz: Josef. Pixelhotel in einer Metzgerei: Kleine Ulrichstraße
- Alevtina Moskatova: Beziehungskiste. Pixelhotel in einer Straßenbahn: Marktplatz
- Julia Nitsche: Loftig Leben. Unter der Brücke: Graben der Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5
- Juliane Richter: inside out. von innen heraus. Park Am Steintor
- Elly Schaffer: EinSiedlerhaus. Beschränke alles auf das Wesentliche ...: Grundstück am Neuwerk 16
- Anna Scheermann: Box Camp Halle. Nur für die Härtesten: Berliner Straße 5
- Simon Tamaschke: Zur Aussicht. Pixelhotel auf dem Hochhaus: Riebeckplatz 1
- Natalie Use: Hang In. Pixelhotel im Gondelhaus: Riveufer 12
- Viktoria Wuttke: Spieglein Spieglein. Ein Hotelzimmer für Menschen mit Hang zum Exhibitionismus: Hauptbahnhof Halle
- Heike Zeschke: Die Residenz. Gold braucht grün. Am Schlossberg 2
- Natalia Zlobina: Turmerlebnis. Pixelhotel im Leipziger Turm: Leipziger Straße
Zur Jahresausstellung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, am 21. und 22. Juli wird zudem im Hof der Moritzburg ein zur „Pixellounge“ umgebauter Wohnwagen stehen. Hier bekommen die Besucher weitere Informationen und können das Gespräch mit den am Projekt beteiligten Studentinnen und Studenten suchen.
Fotos, einen Stadtplan mit den Orten und die Pdfs zu den einzelnen Pixel Hotel-Projekten finden Sie unter www.burg-halle.de/hochschule/information/presse.html.
noch bis 22. 7. 2012
Pixel Hotel Halle
Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt
Friedemann-Bach-Platz 5
Dienstag von 10 bis 19 Uhr
Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr
Hochschul-Pressestelle / 6. Juli 2012




