Residenz: Digital Arts and Public Space

Das Residenzprogramm umfasst einen vierwöchigen Aufenthalt im Herzen der ruandischen Hauptstadt für deutsche Künstlerinnen und Künstler, die sich mit Digitaler Kunst und neuen Medien beschäftigen. Bewerbungsschluss: 28. Februar 2018

In Kooperation mit der Rwanda Arts Initiative (RAI) lädt das Goethe-Institut Kigali 2018 erstmals eine/n in Deutschland lebende/n Künstler/in nach Ruanda ein, um sich im Bereich der Digital Arts mit jungen lokalen Künstler/innen zu vernetzen und sich mit dem kulturellen und sozialen Umfeld der Stadt Kigali sowie Ruandas zu beschäftigen.

Das vierwöchige Residenzprogramm findet im Jahr 2018 statt, der genaue Zeitraum erfolgt dabei in Absprache zwischen der/dem Künstler/in und den lokalen Institutionen. RAI und das Goethe-Institut Kigali möchten hierbei Gastgeber für ein/e Künstler/in sein, die/der sich im Bereich der digitalen Künste – in Verbindung mit Fotografie, Video oder neuen Medien bis hin zu Installationen und ortsgebundenen Interventionen – mit dem öffentlichen Raum auseinandersetzt. Die Unterkunft und ein Atelierraum werden von RAI gestellt.

Arbeitsmittelpunkt ist Kigali, doch auch die Mobilität innerhalb Ruandas sowie der Besuch des einzigen Kunstgymnasiums außerhalb von Kigali werden gerne unterstützt.

Während des vierwöchigen Aufenthalts soll dem/der Künstler/in im Austausch mit dem lokalen Umfeld die Möglichkeit gegeben werden, neue Ideen zu entwickeln und mit ihrem bisherigen künstlerischen Zugang im ruandischen Umfeld zu experimentieren. Gleichzeitig ist der Austausch mit jungen Künstler/innen zentral– denn die Begegnung mit einer/m internationalen Künstler/in stellt für Ruandas Kunstschaffende, die über keinen Zugang zu einer Kunstakademie und nur wenig Zugang zu internationalen Entwicklungen im Kunstbereich verfügen, eine herausragende Gelegenheit dar. Das Interesse an Austausch und Dialog ist unbedingte Voraussetzung für das Residenzprogramm.

Kigali ist, eine knappe Generation nach dem Völkermord von 1994, eine aufstrebende, sich rasant transformierende Stadt. Kulturschaffende und Zivilgesellschaft sind auf der Suche nach ihrem Platz in der durchgeplanten Hauptstadt eines vollständig besiedelten kleinen Landes im Herzen des Kontinents. Die Kunst- und Kulturszene ist klein, entwickelt sich und sucht dabei nach internationalen Anknüpfungspunkten und Auseinandersetzungsmöglichkeiten. Der Residenzaufenthalt, der sich aus Perspektive der neuen Medien den vielfältigen Fragen an den öffentlichen Raum widmet, soll es sowohl dem/der Residenten/in wie auch den lokalen Künstler/innen und einer interessierten Öffentlichkeit ermöglichen, neue Visionen im Umgang mit dem öffentlichen Raum zu denken, zu entwickeln und zu diskutieren. Am Ende des Aufenthalts können die Ergebnisse im Rahmen einer Veranstaltung vorgestellt werden.

Das Residenzprogramm richtet sich an Künstler/innen mit Arbeitsschwerpunkt in Deutschland sowie an Studierende an Kunstakademien und Hochschulen mit Schwerpunkt der angewandten Kunst, idealerweise Erfahrung im Bereich der Anwendung digitaler Formate (Digital Art). Der Gast sollte Interesse an der Begegnung mit ambitionierten Jugendlichen haben, die sich im digital-künstlerischen Bereich orientieren. Französischkenntnisse sind nicht nötig, aber von Vorteil. Englischkenntnisse sind unbedingt nötig.

Bewerbungsformular und -Unterlagen

  • Anschreiben, Dossier und Lebenslauf in englischer Sprache mit Angabe des Wunschzeitraumes
  • Die Auswahl erfolgt in Absprache mit einer Jury aus Akteurinnen und Akteuren der ruandischen Kunst- und Kulturszene

Bewerbungsschluss

Wir akzeptieren im Moment Bewerbungen für 2018. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2018.

Leistungen

  • Das Goethe-Institut kommt für Flug und Visumsgebühren, sowie An- und Abreise zum Flughafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf. Es wird ein Pauschalhonorar von 2.000 Euro gezahlt sowie ggf. Produktionsmittel von max. 1.000 Euro zur Verfügung gestellt.
  • Die Unterkunft (Einzelzimmer mit Gemeinschaftswohnraum, -bad und –küche) wird von der Rwanda Arts Initiative im zentralen, lebendigen und sicheren Stadtteil Kimihurura gestellt.

Kontakt

Katharina Hey
Katharina.Hey(at)  goethe.  de

Weitere Informationen

www.goethe.de

Weitere Informationen

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