Designer in Residence – Gender Design

Das dreimonatige Programm des HfG-Archiv Ulm richtet sich an Persönlichkeiten aus der Gestaltungspraxis an der Schnittstelle zur angewandten Designforschung. Bewerbungsschluss: 15. Juli 2018

Erstmals schreibt das HfG-Archiv ein Residence-Programm aus, welches sich speziell dem "Gender Design" widmen wird. Die Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG), 1953 von Inge Scholl, Otl Aicher und Max Bill gegründet, schrieb bis zu ihrem Ende 1968 Design-Geschichte. Bis heute sind die Errungenschaften dieser Institution von grundlegender Bedeutung für die Ausbildung und Arbeit von GestalterInnen, ebenso wie für die Forschung. Als Abteilung des Museums Ulm stellt das HfG-Archiv einen wichtigen Beitrag zum Thema Moderne dar und ist seit 2011 im originalen Gebäude der HfG Ulm zu besichtigen.

In seiner Doppelfunktion als Museum und Archiv hat das HfG-Archiv die Aufgabe, Inhalte und Bedeutung der Hochschule einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit der neuen Reihe Designer in Residence verfolgt das HfG-Archiv das Ziel, seine Doppelfunktion mit zeitgenössischer Designforschung und -vermittlung zu verbinden. Zum ersten Mal wird deshalb ein Residence-Programm im Herbst 2018 in Form eines dreimonatigen Stipendiums aufgelegt, welches"Gender Design" thematisiert. Folgend auf das Residence-Programm wird Anfang 2019 eine Ausstellung konzipiert, die sich diesem Ansatz widmet und unter Einbezug der Residence-Ergebnisse eine Plattform zur Diskussion sein möchte.

Der Ansatz des "Gender Designs" ist ein zeitgenössischer Ausdruck einer sich immer weiter ausdifferenzierenden und global vernetzten Welt. Fragen nach Gender im Design, aber auch danach, was es heißt, genderspezifisch, -sensibel, -neutral zu gestalten, sind noch wenig gestellt worden. Daraus ergibt sich der zentrale Anknüpfungspunkt, sowohl für die Residence als auch für die geplante Ausstellung: Was bedeutet es für den Gestaltungsprozess sowie das -ergebnis, Gender Design ins Zentrum der Formfindung zu rücken?

Das Programm richtet sich explizit und zur Förderung des Nachwuchses an Persönlichkeiten aus der Gestaltungspraxis und / oder an der Schnittstelle zur angewandten Designforschung. Die Bereiche orientieren sich an den an der HfG Ulm historisch vertretenen Unterrichtsbereichen, die auch die Sammlung des Archivs bestimmen: Architektur, Visuelle Kommunikation, Produktgestaltung, Fotografie, Information und Film. Ebenso sind interdisziplinäre Zugänge willkommen.

Wer ist gefragt?

Durch eine internationale Ausschreibung sind Designer_innen dazu aufgefordert, sich um ein dreimonatiges Residence-Stipendium zu bewerben, welches zu einer experimentellen, technischen, künstlerischen, wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem HfG-Erbe unter zeitgenössischem Bezug einlädt. Die rein wissenschaftliche Auseinandersetzung ist insbesondere durch interne und externe Forschung (Archivbesuch, Publikationsanfragen, Ausstellungen, usw.) bereits gegeben. Deshalb richtet sich das Programm explizit und zur Förderung des Nachwuchses an Persönlichkeiten aus der Gestaltungspraxis und / oder an der Schnittstelle zur angewandten Designforschung. Die Bereiche orientieren sich an den an der HfG Ulm historisch vertretenen Unterrichtsbereichen, die auch die Sammlung des Archivs bestimmen: Architektur, Visuelle Kommunikation, Produktgestaltung, Fotografie, Information, Film. Ebenso sind spartenübergreifende Zugänge willkommen.

Was wird mit dem Stipendium geboten?

Der per Jury ausgewählten Person werden folgende Leistungen als dreimonatiges Stipendium durch das HfG-Archiv Ulm angeboten:

  • monatliches finanzielles Stipendium i. H. v. 1.200 Euro
  • Budget für Arbeitsmaterialien (nach Absprache)
  • einmalige Reisekostenerstattung (An- und Abreise von / nach Ulm) entsprechend einer Bahnfahrt 2. Klasse bzw. bei einer Reisezeit von über 6 Stunden die Flugkosten in der niedrigsten Flugklasse (Economy oder vergleichbare Klasse)
  • Arbeitsräume im HfG-Archiv, Zugang zu Werkstätten, Rechercheunterstützung
  • kostenloser Wohnraum in einem der ehemaligen Dozentenhäuser unmittelbar neben der ehemaligen HfG Ulm, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stiftung HfG Ulm
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und ggf. Kontakt mit lokalen Partnern sowie Präsentations- und Gesprächsmöglichkeiten
  • Einbindung und Präsentation der Residence-Ergebnisse im Rahmen der nachfolgenden Ausstellung zum Thema Gender Design Anfang 2019

Bewerbungen für das Stipendium zwischen September und Dezember 2018 werden bis 15. Juli 2018 ausschließlich per Mail an die Projektleiterin Designer in Residence am HfG-Archiv Ulm, Katharina Kurz unter k.kurz(at)  ulm.  de entgegen genommen. Eine Jury entscheidet über die Vergabe des Stipendiums. Für weitere Informationen und Auskünfte steht Katharina Kurz gerne auch telefonisch unter +49 (0)731/161-4376 oder per Mail an k.kurz(at)  ulm.  de zur Verfügung.

Weitere Informationen

www.hfg-archiv.ulm.de

Weitere Informationen

www.hfg-archiv.ulm.de