Graduierten-Stipendien 2013/2014

Vergabe von Stipendien im Rahmen der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt

Ausschreibung

Auf der Grundlage des Graduiertenförderungsgesetzes (Grafög) des Landes Sachsen-Anhalt vom 30. Juli 2001 können sich Absolventinnen und Absolventen von Diplom- und Masterstudiengängen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle für ein Graduierten-Stipendium zur Förderung des künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses bewerben. Empfohlen wird, dass zwischen Studienabschluss und Antragstellung ein Zeitraumvon mindestens 6 Monaten liegt.

Hinweis

Die Förderung erfolgt vorbehaltlich der Mittelzuweisung für Stipendien nach dem Graduiertenförderungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt. Die Gewährung eines Stipendiums ist ausgeschlossen, wenn die Durchführung des künstlerischen oder wissenschaftlichen Entwicklungsvorhabens anderweitig aus öffentlichen Mitteln gefördert worden ist oder wird.

Stipendien

Für das Graduierten-Stipendium werden zwei Formate angeboten: Das Graduierten-Stipendium für DesignerInnen (GSD) und das Graduierten-Stipendium für KünstlerInnen (GSK). Über dieVergabe entscheidet die Graduiertenkommission (GK), die vom Akademischen Senat der Burg Giebichenstein dafür gebildet wurde. Der Grundbetrag des Stipendiums beträgt 895 Euro monatlich, zzgl. ggf. Kinderbetreuungszulage. Voraussichtlicher Förderbeginn: Oktober 2013

Das Graduierten-Stipendium für Designerinnen und Designer

Die Förderung zielt hier insbesondere darauf, ein Projekt vom Stipendiaten zu entwickeln, das im Vorfeld im Zuge der Bewerbung hinreichend zu beschreiben ist. Hierzu ist ein Exposé erforderlich, in dem Idee und die Ausgangssituation (Grad der Vorbereitung) beschrieben ist. Ihm zu entnehmen sein soll auch eine Aussicht darauf, was zum Ende des ersten Förderzeitraums (nach 5 Monaten) als Ergebnis zu erwarten ist (detaillierter Zeitplan).

Das Gradierten-Stipendium für Künstlerinnen und Künstler

Für Künstlerinnen und Künstler ist das Graduierten-Stipendium eine Chance, die eigene Künstlerpersönlichkeit weiter zu entfalten und ohne wirtschaftlichen Druck dem eigenen Werk einen Entwicklungsschub zu verleihen. Entsprechend ist in der Bewerbung der bisherige künstlerische Weg aufzuzeigen und überzeugend darzulegen, dass in der angestrebten intensiven Phase das eigene künstlerische Potential Verdichtung finden wird. Bei der Bewerbung ist zu benennen, mit welchen Zwischenergebnissen nach der ersten Förderperiode zu rechnen ist.

Vergabezeitraum

Ein Graduierten-Stipendium wird zunächst für einen ersten Förderzeitraum vergeben, der 5 Monate dauert. Bereits bei der Bewerbung kann eine Option für eine Verlängerung der Förderung um weitere 5 + 2 Monate angemeldet werden. Nach 5 Monaten ist ein aussagekräftiger Bericht über den Verlauf des Förderzeitraums als Dokumentation einzureichen. Ebenso sind die Arbeitsergebnisse der Graduiertenkommission(GK) zu präsentieren. Der Gutachter / Mentor nimmt zu diesem Ergebnis der GK Stellung. Die GK hat die Möglichkeit, den Stipendiaten zu befragen.

Fortführung um 5 Monate

Sofern von der GK nach der o.a. Veranstaltung eine Fortführung bewilligt wurde, ist nach weiteren 5 Monaten in einem Vortrag der aktuelle Stand in Hinblick auf die Vorbereitung der Ausstellung zu präsentieren. Der Verlauf und die Aktivitäten im Förderzeitraum, inklusive Teilergebnisse, angestellte Experimente, Versuche usw. sollen für die GK nachvollziehbar dargestellt werden. Den Ergebnissen ist ein ausführlicherer Raum in der Präsentation einzuräumen (Kurzbeschreibung, Materialangaben, Maße, sowie Fotomaterial).

Fortführung um 2 Monate

Die GK kann auf Grundlage der o.a. Präsentation die Fortführung des Stipendiums um weitere 2 Monate bewilligen. Diese letzte Förderperiode dient den Stipendiaten insbesondere dazu, auf der Grundlage der Empfehlungen des Gutachters/Mentors bzw. der GK die erbrachten Ergebnisse in Hinblick auf ihre Ausstellung abzurunden und Material für eine Publikation zusammenzustellen. Die Stipendiaten sollen an der Ausstellung ihrer Ergebnisse aktiv mitwirken.

Ausstellung

Die Graduiertenkommission entscheidet nach der Präsentation nach zehnmonatiger Förderung darüber, ob das Werk geeignet ist, bei einer Ausstellung berücksichtigt zu werden. In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Kunstwissenschaften bzw. dem Studiengang Kunstpädagogik ist eine kuratierte Ausstellung geplant, die die Facetten der Graduiertenförderung an der BURG der interessierten Öffentlichkeit gegenüber kommuniziert.

Die GK entscheidet darüber, ob auch Beiträge von Stipendiaten, die keinen zweiten bzw. dritten Förderzeitraum erhalten haben, in die Ausstellung integriert werden. Im Einzelfall entscheidet/empfiehlt die Graduiertenkommission, inwieweit Ergebnisse, die innerhalb der Graduiertenförderung entstanden sind, in das auszustellende Konvolut eingehen.

Bewerbung

Auf der Hompage der Burg sind entsprechende Formulare (http://www.burg-halle.de/hochschule/studium/graduiertenfoerderung.html) hinterlegt, die zur Bewerbung zu nutzen sind.

Formular

Aus dem Bewerbungsformular (Angaben zur Person, kurze Darstellung des künstlerischen bzw. wissenschaftlichen Werdegangs, Angaben zum Vorhaben im geförderten Zeitraum) gehen auch die erforderlichen Anlagen hervor (Kopie des Hochschulabschlusszeugnisses, etc.).

Gutachten

Von einer Lehrperson der Hochschule und eines weiteren Professors bzw. einer Professorin sind jeweils ein Gutachten beizubringen. Kommissionsmitglieder sollen nicht als Gutachter/innen fungieren (Eine Mentorenschaft ist jedoch nicht ausgeschlossen). Es besteht die Möglichkeit, dass sich der Bewerber/die Bewerberin auch eine/n hochschulexterne/n Gutachter/in sucht. Für das Gutachten ist im Internet hinterlegte Formblatt (http://www.burg-halle.de/hochschule/studium/graduiertenfoerderung.html) zu verwenden. Eine/r der Gutachter/innen muss seine/ihre Bereitschaft erklären, als Mentor/in den Stipendiaten/in zu begleiten. Die Gutachten sind direkt an die Kommission zu senden.

Vergabeverfahren

Die Graduiertenkommission nimmt nach einer Vorauswahl besonders viel versprechende Bewerbungen in die engere Wahl. Diese Kandidatinnen und Kanidaten werden zu einem Gespräch mit der GK eingeladen, in dessen Rahmen sie die Gelegenheit haben, ihr Vorhaben zu erläutern und Fragen zu beantworten.

Mitglieder der Jury

Der Jury zur Graduiertenförderung gehören an Prof. Dr. Nike Bätzner (Vorsitzende), Prof. Anna Berkenbusch, Prof. Michaela Schweiger, Prof. Kathrin Grahl, Prof. Thomas Rug, Prof. Dieter Hofmann, Dunja Kopi, Sebastian Gerstengarbe, Prof. Bettina Göttke-Krogmann(Gleichstellungsbeauftragte) und Karstin Kirchner (ständiger Gast)

Termine

Bewerbungsschluss: 14. Juni 2013 (Poststempel)

Vorauswahl: 20. Juni 2013
Gespräch mit Graduiertenkommission: 4. Juli 2013

Ansprechpartner

Karstin Kirchner
Tel.: +49 345 7751 530
Email: kirchner(at)burg-halle.de

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Vergabekommission Graduiertenförderung
Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)