Grafisches Naturstudium

Vertr.-Prof. Julia Kröpelin , Unterburg Giebichenstein, Herrenhaus
Telefon +49(0) 345 7751-680, kroepelin(at)  burg-halle.  de

Grafisches Naturstudium

Der Lehrinhalt dieses Fachs umfasst das Heranführen der Studenten an die Phänomene der Handzeichnung sowie zeichentechnische und gestalterische Experimente zur Vorbereitung und Anwendung in den Bereichen der freien und angewandten Grafik. Die Auseinandersetzung mit Proportionslehre, Formenlehre, Perspektivlehre, Anatomie, Zeichentechniken und Materialkunde befördert den Einstieg in das grafische Naturstudium als Schule des zeichnerischen Sehens und Artikulierens. Neben dem gemeinsamen Arbeiten im Zeichensaal unterstützen zwei semesterübergreifende Projekte die Suche nach der individuellen Bildsprache. Erstes Projekt: Skizzenbuch, grafisches Tagebuch als Sammlung von Ideen und Studien. Zweites Projekt: Dada − ein Buch, ein gestalterisches Experimentalbuch auf der Suche nach neuen Formensprachen und Ausdrucksmöglichkeiten. (Winfried Alexander)

Grafisches Naturstudium – Räumliches Zeichnen / Skizzieren

Zeichnen bedeutet, lineare Zeichen zu finden für etwas, was wir in der Wirklichkeit mit unseren Augen sehen, in der Phantasie erfinden oder uns rational vorstellen. Diese Zeichen sind in der Regel banale Striche und Linien in verschiedenen Richtungen, Längen, Formen und Stärken. Die ganze Schwierigkeit besteht eigentlich nur darin, sie möglichst sinnvoll und lesbar mit Hilfe von Gehirn, Auge, Hand und irgendeinem Zeichenmedium auf eine Fläche zu bringen. Das gelingt manchmal mehr, manchmal weniger gut.

Führt man sich diese komplexe gemeinsame Leistung von Auge, Gehirn, Intellekt und Hand vor Augen, ist Zeichnen eine der erstaunlichsten Leistungen des Menschen. Jeder Strich ist eine kleine, individuelle Erfindung, eine Abstraktion und Umsetzung von etwas, das wir ganz anders sehen, wahrnehmen oder denken. Außerdem interpretieren und selektieren wir bei jedem Strich. Zeichnen ist geistige Schwerstarbeit.

Wie bei jeder schweren Arbeit helfen schon ein paar Hinweise und Tricks - und vor allem: Übung. Aber die eigenen Gedanken kann man sich nicht besser und nicht einfacher vom Kopf auf ein Blatt „herunterladen“ als durch eine Handzeichnung. Dieser Kurs wendet sich besonders an all diejenigen, denen das plastisch-räumliche Erfassen und Darstellen von Dingen und Ideen wichtig ist. (Prof. Rolf Wicker)

Zeichnen – Denken mit dem Stift: Aktzeichnen, Plein Air

Durch gemeinsame praktische Atelierarbeit und individuelle Konsultationen soll die jeweils eigene künstlerische Haltung freigelegt und entwickelt werden. Bei der intensiven Auseinandersetzung mit dem Modell und seiner Umgebung werden Probleme wie Figur und Raum (Fläche und Restfläche), Formidentität, Kontraste, Farbe, Komposition, Rhythmus usw. verhandelt. Das Zeichnen / Malen mit den verschiedensten Materialien sensibilisiert die Studierenden für ihre Umwelt. Sie lernen Sehen, Empfinden, Entdecken, Auswählen, Fantasieren (Abstrahieren), Reflektieren (Analysieren). Selbstverständlich werden dabei zeitgleich handwerkliche Fähigkeiten und der Umgang mit den verschiedensten Materialien und Techniken trainiert, außerdem konzeptionelles Denken, Ideenfindung, Dramaturgie und Pointierung der eigenen Arbeitsergebnisse. Neben der Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Problemen der bildnerischen Gestaltung wird in Blockseminaren in der Landschaft gearbeitet. Diverse angewandte Projekte und kleine Wettbewerbe werden parallel dazu allen zur Beteiligung angeboten.

1. Studienjahr

Prof. Rolf Wicker, Unterburg Giebichenstein
Herrenhaus, Telefon +49(0)345 7751-681, wicker(at)  burg-halle.  de

Winfried Alexander, Künstlerischer Mitarbeiter
Telefon +49( 0)345 7751 -683, winfriedalexander(at)  gmx.  de

2. Studienjahr

Vertr.-Prof. Julia Kröpelin, Unterburg Giebichenstein, Herrenhaus
Telefon +49(0) 345 7751-680, kroepelin(at)  burg-halle.  de