Was macht einen Platz über die eigentliche Platzgestaltung hinaus zu einem Ort? Wie werden Räume entgegen der geplanten Funktionalität genutzt? Wie vertrauenswürdig ist dieser Ort? Welcher Orientierungspunkt liegt ihm zugrunde?
Beobachtend und analytisch, spielerisch und experimentell haben 13 Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen der Burg Giebichenstein über zwei Monate hinweg Handlungsräume und deren Grenzen im öffentlichen Raum am Steintor Areal erforscht, ausgetestet und kritisch hinterfragt. Über die städtische Struktur des Platzes hinaus wurden die Studierenden zu Mitakteuren von sozialen Handlungsräumen.
Zum Rundgang der Burg Giebichenstein werden künstlerische Interventionen an der Schwelle der Sichtbarkeit stattfinden. Hierbei geht es weniger um eine repräsentative erkennbare Kunstform als um minimale Eingriffe, die soziale und kommunikative Räume aufzeigen und kritische Beobachtungen zur Behandlung vonöffentlichen Räumenaufkeimen lassen.
Der Arbeitstitel „bis das Chamäleon sichtbar wird“ war Leitmotiv und begreift sich im Sinne des kulturellen Hackens als einen positiven Umgang mit Orientierung und Desorientierung innerhalb von urbanen Räumen und zur Sensibilisierung von Situationen und Systemen. Die Arbeitsergebnisse sind Vorbereitungen zur Teilnahme am Werkleitz Festival .move forward 2012.
Stadtführungen während der Jahresausstellung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Samstag 12:00, 13:00, 14:00 / Sonntag 15:00, 16:00, 17:00 / Beginn Magdeburger Straße. Das "SteintorPuzzle" wird gelegt vor dem Steintor-Varieté Samstag 15:00. Das Schaufenster "Auszeit" leuchtet am Asia Lebensmittelladen Samstag und Sonntag ab 22:00. Gespräch mit den Studierenden und Bekanntgabe zur "Mittelpunkterhebung" Sonntag 15:00
*Die Lehrveranstaltung findet in Kooperation mit Werkleitz – dem Zentrum für Medienkunst – und mit freundlicher Unterstützung des Steintor-Varietés und dem Projektraum “Räume öffnen“ am Steintor statt.




