Das Studium

Studiengänge Kunsterziehung und Kunstpädagogik

Kunsterziehung

Kunsterziehung wird grundsätzlich in der Kombination von zwei Fächern – Kunst und Wissenschaft – an der Kunsthochschule und der Universität studiert. Das Lehramt an Gymnasien hat die Regelstudienzeit von 10 Semestern, das Lehramt an Sekundarschulen eine Regelstudienzeit von 9 Semestern.
Für das Studium der Kunsterziehung / Lehramt an Gymnasien sind 125 Leistungspunkte (bzw. als zweites Fach 120 LP) vorgesehen, das Studium Kunsterziehung / Lehramt an Sekundarschulen benötigt 110 LP (bzw. als zweites Fach 105 LP).
In beiden Studiengängen sind schulpraktische Übungen und Schulpraktika zu absolvieren. Sie werden mit einer staatlichen Prüfung, dem 1. Staatsexamen, abgeschlossen. Die Examensnote setzt sich zu einem kleineren Teil aus den Abschlussprüfungen und zum größeren Teil aus studienbegleitenden Prüfungen, den sogenannten Modulprüfungen, zusammen. Die Studienstruktur besteht aus Modulen, die in sich abgeschlossene Kurseinheiten sind. Jedes Modul wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Nur ein Teil dieser Prüfungsbewertungen geht – zusammen mit der Note der Abschlussprüfungen – in die Examensendnote ein.
Mit erfolgreichem Studienabschluss wird das 1. Staatsexamen vergeben – die notwendige Voraussetzung für die zweite Phase der Lehrerausbildung, den praktischen Vorbereitungsdienst an Schulen. Das Referendariat liegt in der Verantwortung der Schulen, bzw. der Schulbehörden. Mit dem dort abgelegten 2. Staatsexamen wird die Berechtigung erworben, die beiden (an der Kunsthochschule und der Universität) studierten Fächer an Gymnasien, bzw. Sekundarschulen zu unterrichten. 

Kunstpädagogik

Das Studium der Kunstpädagogik führt zum Abschluss Diplom-Kunstpädagoge/Kunstpädagogin. Die Regelstudienzeit beträgt zehn Semester. Das Studium ist nicht modularisiert und gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Am Ende des Grundstudiums wird ein Vor-Diplom abgelegt. Das Hauptstudium wird mit den fachpraktischen Prüfungen (Diplomausstellung) und der Diplomarbeit abgeschlossen. Im Rahmen des Hauptstudiums ist ein mehrwöchiges kunstpädagogisches Praktikum zu absolvieren.
Inhaltlich ist das Studium in zwei Bereiche unterteilt, die parallel studiert werden und im Studienverlauf aufeinander Bezug nehmen:
Während des Grundstudiums geht es um praktische und fachspezifische Grundlagen (grafisches Naturstudium/Akt) sowie um Grundlagen der Gestaltung (plastische Übungen, Typografie/Schrift). Darüber hinaus beschäftigen sich die Studierenden mit den Bereichen Design, Computer/Medien, Perspektive, Anatomie, Praxis/Atelier und Projektarbeit.
Im Hauptstudium werden die Fach- und Bezugswissenschaften studiert (Didaktik, Kunstwissenschaft, Architektur- und Designgeschichte, Kunstkritik/Kuratieren, Philosophie/Ästhetik und Psychologie). Andere Bereiche sind Betriebsführung/Existenzgründung, Kunstmanagement, Didaktik und Methoden der Kunstpädagogik, Museumspädagogik sowie Allgemeine Pädagogik.

Kunsttheoretische Begleitfächer

Kunsttheoretische Begleitfächer werden an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studiert. Sie ergänzen den praktischen Fächerkanon des Studiums:

Didaktik der Bildenden Kunst – Prof. Thomas Michl

Die Kunstdidaktik nimmt die unterschiedlichen Vermittlungsstrategien von Kunst innerhalb und außerhalb der Schule in den Blick und untersucht deren Prozesse und Fragestellungen. Sie basiert zum einen auf dem individuellen künstlerischen Ausdruck, zum anderen auf den Erprobungen im Rahmen der Schulpraktika. Die gemachten Erfahrungen werden in einen theoretischen Kontext gesetzt und analysiert. Gleichzeitig findet ein ständiger Abgleich zwischen den eigenen Reflexionen und der Vielzahl aktueller und historischer fachdidaktischer Positionen und Orientierungen statt. Auf diese Weise wird die begründete Einnahme eines eigenen Standpunktes innerhalb der kunstdidaktischen Diskussion ermöglicht.

Didaktik / Schulpraktische Übungen – Verena Gruber-Ballehr

Mögliche Methoden der Kunstvermittlung innerhalb und außerhalb der Schule zu konzipieren und zu organisieren, stehen im Zentrum der Lehrveranstaltungen von Verena Gruber-Ballehr. Als praktizierende Lehrerin weiß sie um die konkreten pädagogischen und didaktischen Anforderungen im Schulalltag. Ihr Anspruch ist es, Fachdidaktik, Kunstpraxis und -theorie in schlüssiger Form miteinander zu verbinden und diese Konzepte praktisch im Kunstunterricht oder in Projekten mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen umzusetzen. Dabei spielt die Erprobung unterschiedlicher Materialien eine wichtige Rolle. ... Mehr Informationen

Kunstwissenschaften/ Kunstgeschichte – Regine Rapp M.A.

Die Veranstaltungen der Kunstwissenschaften haben zum Ziel, Methoden und kunsthistorische Phänomene zu erforschen. Die Lehre geht auf die Geschichte und den Gebrauch verschiedener Techniken, Werkzeuge und Materialien der Gattungen und Medien in der Bildenden Kunst ein. Stilgeschichtliche Fragen stehen ebenso im Zentrum der Auseinandersetzung. Die kunstwissenschaftliche Lehre versucht, die Studierenden sowohl mit kunsthistorischen als auch mit kunsttheoretischen Positionen vertraut zu machen, um nicht nur eine Kenntnis kunsthistorischer Epochen und theoretischer Standpunkte kennen zu lernen, sondern auch um die eigene künstlerische Praxis theoretisch fundiert in die jeweiligen Kontexte einordnen zu können. ... Mehr Informationen

Kuratieren, Kunstkritik, Kunstmangement – Prof. Susanne Pfleger

Künstlerinnen und Künstler sind heute mehr denn je gefordert, sich mit scheinbar kunstfernen Themen und Problemen zu befassen. Die eigene ökonomische Existenz, aber auch jene Bereiche des künstlerischen Schaffens, die nur schwer kommerziell vermarktet werden können oder sollen, sind abhängig davon, dass Künstlerinnen und Künstler individuelle Strategien entwickeln, sich langfristig auf dem Markt zu behaupten. Neben betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnissen sind hierzu Kompetenzen des Projekt- und Selbstmanagements erforderlich. ... Mehr Informationen

Erziehungswissenschaft und Pädagogik – Kunstpädagogik – Dayana Lau

In der Lehre von Dayana Lau geht es um Grundfragen und Grundprobleme der Erziehungswissenschaft. Einerseits werden dabei zentrale Begriffe der Erziehungswissenschaft aus historischer und systematischer Perspektive erörtert. Andererseits diskutieren die Studierenden theoretische Fragestellungen, um das eigene pädagogische Handeln reflexiv zu durchdringen.
Weitere Wissenschaftsfelder wie Ästhetik, Philosophie, Psychologie und Pädagogik werden an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studiert. Mehrwöchige Praktika und Kooperationen mit Schulen und externen Institutionen fördern soziale Kompetenzen und die Fähigkeit zur Teamarbeit, um praxisnah eigene Erfahrungen und Schwerpunkte der Lehre zu erproben. Die Diversität künstlerischer und theoretischer Vermittlungsansätze wird in Seminaren, Workshops und Exkursionen vorgestellt und in der Projektarbeit thematisiert. ... Mehr Informationen

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