Statements

Studienrichtung Malerei des Diplom-Studiengang Malerei/Grafik

Thomas Henniger, Absolvent

Malerei, wie sie bei Prof. Pleuger gelehrt wird, ist konzeptionelles Arbeiten. Dies gleicht einem intellektuellen Spiel, in dem es darum geht, in selbst gesteckten Grenzen ein Terrain aufzubauen und sich dort unbefangen nach bestehenden Regeln zu bewegen. Ein guter Lehrer wird die Gesetze und Grenzen aufzeigen und von den Schülern eine inhaltliche Auseinandersetzung fordern. Lässt der Student sich auf dieses Spiel ein, hat er bald sämtliche Möglichkeiten, sich mit seiner Arbeit zu positionieren und zu eigenen Ergebnissen zu kommen. Prof. Pleuger versteht es sehr gut, dieses Spannungsfeld zwischen äußerer Beschränkung und innerer Freiheit aufzubauen.

Franziska Brandt, Absolventin

In den regelmäßigen, sehr individuellen Konsultationen mit Prof. Pleuger begann ich allmählich zu verstehen, für welchen Weg ich mich entschieden hatte. Ich lernte vieles über die Auseinandersetzung mit dem Bild und bekam einen immer größeren Einblick in das, was in den letzten Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten in allen Bereichen der Kunst unternommen worden ist. In der Vermittlung versuchte Prof. Pleuger stets, das Bewusstsein zu schärfen, dass Künstler Teil der Gesellschaft sind und damit auch in der Lage, auf bestimmte Prozesse zu reagieren, indem sie Behauptungen aufstellen können, die zu beweisen wären.

Jörg Kutschke, Künstlerischer Mitarbeiter

Für Ute Pleuger steht die Ausbildung der künstlerischen Persönlichkeit ihrer Studierenden im Vordergrund. Sie fördert die Entwicklung einer individuellen künstlerischen Haltung mit dem Ziel, dass ihre  Studierenden die Hochschule als selbstsichere Künstler verlassen. Ute Pleugers eigene künstlerische Arbeit hat hierbei ein starkes Gewicht – nicht ihre formale Bildsprache, sondern ihre gemachten Erfahrungen
mit der Kunst. In der Lehre wendet sie das richtige Maß an Einfluss und Zurücknahme an, wodurch sie künstlerische Disziplin und den gedanklichen Prozess der Malerei vermittelt. Sie gibt Hinweise und Denkan stöße, ohne fest stehende Lösungen oder die Antwort mitzuliefern, allerdings stellt sie die entscheidenden Fragen, was nachhaltig dazu beiträgt, eine Definition der eigenen künstlerischen Arbeit und Persönlichkeit zu finden und zu formulieren.