Katharina Günther: „anderswie/leibhaftig“

Diplomarbeit 2011, Studienrichtung Bildhauerei/Figur

 

...a n d e r s w i e... eine seltsame Wortschöpfung: zusammengesetzt aus scheinbar unzugehörigen Teilen. Meine Frauengestalten bewegen sich in einem Zwischenraum, suchend nach ihrer Form und Zuordnung. Sie formulieren Fragen an die Wirklichkeit und beschreiben meine leibliche Wahrnehmung der Welt, die mich umgibt, mein Körpergefühl, meine gefühlten Gestaltwandel. Sie verschmelzen mit natürlichen Fundstücken und drücken meine Sehnsucht nach Synergie und Einfühlung – leiblicher Resonanz aus. Dabei streifen sie irrationale Areale...Träume, Märchen, Mythen, Fabeln...zwischen erhebenden und erdrückenden Gefühlen, zwischen Stagnation und Evolution. Schränke und Kisten gefüllt mit gesammelten Fundstücken, auf meinen wegen zuweilen an Land gespült... bemerkenswertes Unbemerktes – ich greife es auf und füge es in neue Zusammenhänge.