MESOMER Diplomarbeit 2018 von Freya Neumann

MESOMER


Mesomer verbunden, zuweilen unauffindbar, wie verschwunden, liegen, nicht
immer nachweisbar, einzelne Teile im Zwischenraum – Sie werden übergeben,
abgegeben, übernommen oder eingebunden, bilden Strukturen.
In meiner künstlerischen Arbeit interessierte mich die Gabe im Sinne eines
Übertragungs-Mediums, welches sich ständig in einem reflexiven Raum hin und
her bewegt. Als Reise- oder Transmissionsobjekte, stellen Gaben über kurze oder
lange Zeit, eine Verbindung, ein unsichtbares geistiges Verhältnis her und erzeugen
Mischungen. Ob materieller oder immaterieller Art vermögen sie es Sozietät zu produzieren.
Geht man davon aus, dass wir alle eine gemeinsame Sozialität haben und auch nur in dieser
eine Balance zwischen Polaritäten bilden können, werden Mischung und Transmission zu
zentralen Elementen.
Die Arbeit MESOMER ist ein Pladoyer für die Ruhe in der Kunst. Ruhe im Sinne von
Übereinstimmung und Ausgewogen-Sein im sozialen Miteinander, nicht als Befreihung davon.
Die Atmosphäre und Materialität der Arbeit simmulieren einen Zustand, in dem die Betrachter
in eine Konzentration kommen können. Die Ruhe steht dabei im Kontrast zu Hektik,
Konkurrenz und Vereinzelung. Elemente von Festigkeit und Flüchtigkeit werden zugleich in
die Arbeit integriert und bewegen sich entlang einer Untersuchung von Wechselwirkkräften
und Störmomenten.