Barbara Holub: TRANS-PARADISO – eine künstlerisch-urbanistische Praxis in „Times of Dilemma“

5. Nov. 2018 – Vortrag von Barbara Holub, transparadiso, Wien: TRANS-PARADISO – eine künstlerisch-urbanistische Praxis in „Times of Dilemma“ – im Rahmen der Vortragsreihe "Welcome to Paradise* - Die Hölle, das sind die anderen**", eingeladen von Prof. Dr. Nike Bätzner, Fachgebiet Kunstgeschichte

Anhand von ausgewählten Projekten stellt Barbara Holub ihre künstlerische Praxis sowie Strategien zu direktem Urbanismus vor. Direkter Urbanismus ist eine prozessorientierte Methode für eine sozial und gesellschaftlich engagierte Stadtentwicklung, in die künstlerisch-urbanistische Projekte und urbanes Handeln längerfristig eingebunden werden sollen. Performative Settings eröffnen Räume für Wunschproduktion und spiegeln die Verantwortung diskret an die Beteiligten und BürgerInnen vor Ort zurück. Diese Settings propagieren „stillen Aktivismus“ und fördern gesellschaftliche Makro-Utopien – entgegen der aktuellen Hilflosigkeit gegenüber dem Rechtsruck in der Gesellschaft. 

Barbara Holub(Künstlerin) gründete 1999 mit Paul Rajakovics (Architekt und Urbanist) transparadiso als transdisziplinäre Praxis zwischen Kunst, urbanen Interventionen, Urbanismus und Architektur. Sie war Präsidentin der Secession Wien (2006-2007), hatte Gastprofessuren u.a. an der UIC/ School of Art and Design, Chicago; Universität für angewandte Kunst Wien inne und lehrt an der TU Wien. Holub ist Mitglied internationaler Jurien und Advisory Boards (u.a. 5th Ural Industrial Biennial, Ekaterinburg/RUS; Art&Public Sphere Journal/GB; Innovationsfonds „Kultur im öffentlichen Raum“ Stuttgart/D; World Council of Peoples for the United Nations, New York/USA). Projekte und Ausstellungen u.a.: “Times of Dilemma”, in “The Island is What the Sea Surrounds”, (European Capital of Culture Valletta 18, Malta, 2018); „The Blue Frog Society“ (seit 2010; aktuell in „CrossSections“, Kunsthalle Exnergasse, Wien, 2018); “Harbour for Cultures” (trieste contemporanea, Trieste, 2017-2019). “The First World Congress of the Missing Things” (Baltimore, 2014); „Du bakchich pour Lampedusa“ (Sousse/ TUN, 2014).