EURASIEN! Ex oriente lux?

Prof. Dr. Nike Bätzner
SEMINAR
Dienstag, 14:15 – 15:45 Uhr
Ort: Seminarraum Mediathek, Neuwerk 7
Beginn: 10. Oktober 2017
geeignet für alle Studienrichtungen und Studienjahre

Abb: Wang Guangyi, Louis Vuitton, 2004

Europa und Asien sind als einzige Kontinente auf dem Landweg verbunden. Dadurch war der Kulturtransfer hier schon immer intensiver als zwischen anderen Kontinenten. Das Seminar will den Blick von der Westkunst weg gen Osten weiten. Ausgehend von den europäischen Adaptionen der „exotischen“ und faszinierenden Kulturen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert – wie Chinoiserie, Japonismus und Orientalismus – werden wir uns exemplarisch zeitgenössischen Positionen vor allem aus China, Japan und der Türkei widmen, die eine interkulturelle Perspektive entwickelt haben. Viele Ausstellungen in den letzten Jahren haben die Dominanz der „Westkunst“ problematisiert und versucht, den Fokus zu weiten. Wird die „Westkunst“ auf dem globalen Kunstmarkt nun durch eine „Weltkunst“ abgelöst? Inwieweit bieten die Diskurse der Postcolonial Studies neue Zugänge? Wo sind künstlerische Tendenzen zu erkenne, die nationale Traditionen mit internationaler Marktgängigkeit verknüpfen? U.a. wird das Werk global wirksamer Größen der Gegenwartskunst wie Yayoi Kusama, Ai Weiwei, Sarkis oder Joseph Beuys besprochen.

Einführende Literatur:

Europa und der Orient, 800 – 1900, Kat. Festival der Weltkulturen, Martin-Gropius-Bau Berlin, Gütersloh 1989.

Walter Grasskamp: André Malraux und das imaginäre Museum. Die Weltkunst im Salon, München 2014.

Globalkunst. Eine neue Weltordnung, Kunstforum International, Bd. 220, März-April 2013.

Ina Kerner: Postkoloniale Theorien zur Einführung, Hamburg 2012.

Scheinerwerb: Teilnahmescheine und Leistungsscheine mit Referat und Hausarbeit

Lehrende(r)

  • Prof. Dr. Nike Bätzner

Lehrende(r)

  • Prof. Dr. Nike Bätzner