Krise. Das Ökonomische in der Kunst – zwischen Finanzkrise, Banken-Bashing und alternativen Währungen

Dr. Sebastian Löwe
SEMINAR
Montag, 16:15 – 19:45 Uhr, im 3-Wochen-Rhythmus
Beginn: 9. Oktober 2017, zweiter Termin: 30. Oktober 2017, dritter Termin: 20. November 2017, weitere Termine nach Absprache
Seminarraum im Schleifweg
für Studierende aller Fachrichtungen (auch des Designs) und aller Studienjahre.

Pablo Boneu - Money Destroyer

Die Finanzkrise ist nicht nur Dauerthema, sondern seit zehn Jahren auch allgegenwärtig. Neben dem Theater und dem Film hat sich auch die Bildende Kunst des Themas angenommen, wenn auch anfangs etwas zögerlich. Im Lichte einer fortschreitenden Re-Politisierung der Kunst wollen wir uns im Seminar den Themen Ökonomie, Krise und Krisendiskurse aus Sicht der Kunst nähern. Im Mittelpunkt sollen die Werke selbst stehen, an die wir Fragen richten wollen. Etwa: Welche künstlerischen und gestalterischen Strategien der Deutung der Welt des Geldes, der Banken und des Reichtums setzen Kunstwerke um? Oder: Welche alternativen Sichtweisen und subversiven Strategien entwickeln die Kunstwerke?

Bei Bedarf können wir das gemeinsam erarbeitete Verständnis und unsere Debatten auch mit einer gezielten Lektüre von einschlägigen Texten unterfüttern.

Auseinandersetzen möchte sich das Seminar mit Arbeiten u.a. von Marcel Duchamp, Marcel Broodthaers, Andreas Gursky, The K Foundation, Maria Eichhorn, G.U.L.F. Labor Group, John Baldessari, Barbara Kruger, Sasha Kurmaz oder Superflex. Das Seminar ist (vorläufig) untergliedert in eine kurze historische Vorschau und die Abschnitte „Das Objekt der Begierde“, „Böse Banken und gute Alternativen“, sowie „Krisendarstellung und Krisenbewältigung“. Bei Bedarf können Themen selbst eingebracht oder vertieft werden, etwa die derzeit gehypten Crypto-Währungen und ihr Vorkommen in der Kunst.

Wer sich einen kleinen Überblick verschaffen möchte, schaut in die einführende Literatur:

Gregory Sholette (Hg.) 2013: „It’s the Political Economy, Stupid. The Global Financial Crisis in Art and Theory.“

Geert Lovink (Hg.) 2015: „Money Lab Reader“ und speziell der Aufsatz von Max Haiven „Money as a Medium of the Imagination“ (Kostenloser Download unter: networkcultures.org/wp-content/uploads/2015/04/MoneyLab_reader.pdf)

Scheinerwerb: Referat mit Verschriftlichung oder Hausarbeit.

Anmeldung erwünscht unter: sebastian.loewe(at)  googlemail.  com

Lehrende(r)

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