Prof. Josef Walch
Professor für Kunstdidaktik
| Sprechzeiten | |
|---|---|
| Dienstag | 10.00 - 12.00 Uhr |
| Mittwoch | 12.00 - 14.00 Uhr |
| Hermes, 1. Stock | |
| Kontakt | |
| walch@gmx.de | |
| 0345 7751-701 | |
| Veranstaltungen | |
| //Studieren/Lehrveranstaltungen/Praxis/ | |
Statement zu Arbeit und Lehre
Fachdidaktik versteht sich heute als Professionswissenschaft, die zwischen Theorie und Praxis vermittelt (vgl. dazu auch den Beitrag von Andres Dreyer). Grundlegend sind die jeweiligen Rahmenrichtlinien oder Lehrpläne eines Bundeslandes für das Fach Kunst und die darin ausgewiesenen Bezugsfelder des Faches: Malerei, Grafik, Plastik, Architektur, Alltagsästhetik und Medien. Wissenschaftiches Wissen, Alltagswissen und breite Kenntnisse künstlerischer Handlungsformen werden miteinader vernetzt und in Lehr- und Lernprozesse transformiert. Dementsprechend stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt der Fachdidaktik im Rahmen der Lehrerbildung: Alterspezifische Erforschung von Prozessen des Wissenserwerbs und der künstlerischer Praxis in den oben genannten Bezugsfeldern Entwicklung von Lehr- und Lernmitteln (Unterrichtsmedien, didaktisches Design) Evaluierung ausgewählter Inhalte in konkreten Unterrichtsprozessen. Auf der Grundlage des Erwerbs einer breit angelegten künstlerischen Ausbildung und umfassender fachwissenschaftlicher Kenntnisse in den Bezugswissenschaften wie Kunstgeschichte, Ästhetik, Philosophie u.a. stellt die Fachdidaktik folgende Anforderungen an die Stundetinnen und Studenten: Kenntnisse kunstpädagogischer Konzepte Kenntnisse von Modellen der Unterrichtsplanung und -analyse im Fach Kunst Kenntnisse der Bild- und Medienanalyse Kenntnisse der Didaktik der Unterrichtsmedien Kenntnisse der Theorie künstlerischer Prozesse im Unterricht. Der Einblick in die Schulpraxis während des Studiums ist dabei von elementarer Bedetung. Hinzu kommen Möglichkeiten der Betetiligung an kunstpädagogischen Projekten im außerschulischen Bereich, womit deutlich werden soll, dass das Schulfach Kunst Teil der allgemeinen kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen ist. Diese Aspekte gelten auch für den Studiengang Diplomkunstpädagogik, der für eine künstlerische Arbeit in den unterschiedlichsten Institutionen im kulturellen und sozialen Bereich qualifiziert. Im Sinne einer Berufsfeldanalyse spielt hier die kunstpädagogische Projektarbeit als Praxiserprobung eine besonders wichtige Rolle. In den vergangenen Jahren wurde dabei ein dichtes Netz von Kooperationen in Halle und außerhalb entwicklet, von Museen, Galerien und Theatern über Kliniken bis zu Justizvollzugsanstalten. Einezogen in dieses Netz sind auch Firmen aus der Industrie.
Vita
- Jahrgang 1946
- 1966 Abitur in Schwetzingen
- 1966/1967 Praktikum als Designer bei Prof. Karl Dittert
- 1967 – 1971 Studium der Malerei und Grafik an der Staatlichen Akaemie der Bildendn Künste Karlsruhe bei Prof. Peter Dreher und Prof. Heinrich Klumbies
- 1971/1972 Erstes und Zweites Staatsexamen
- 1972 Mitarbeit im Kulturprogramm der Olympischen Spiele München
- 1973 – 1993 Langjährige Tätigkeit als Kunstpädagoge an Gymnasien und Gesamtschulen
- 1993/1994 Berufung als Professor an die Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle
- Seit 1985 zahlreiche Publikationen (Aufsätze, Bücher, Katalogbeiträge) zur Kunst, Kulturgeschichte und Ästhetischen Erziehung
- 1985-1993 Kommunalpolitische Tätigkeit, Gemeinderat und Mitglied des Kreistages des Rhein-Neckar-Kreises
- 1998/1999 Gastprofessor an der Ohio State University Columbus OH
- 2000/2002 Auszeichnungen für Medienentwicklungen (Bildungssoftware) und Forschungs- und Entwicklungsförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Entwicklung interaktiver Medien zur Kunstvermittlung
- Seit 1973 Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen
- 2006 Einzelausstellung Zeitkunst-Galerie Halle (Malerbücher, Papierobjekte)
- Mitglied des Deutschen Werkbundes, des Bundes Deutscher Kunsterzieher und der Kulturpolitischen Gesellschaft