Temporäre Komplizenschaften
Prof. Dr. Hanne Seitz, Berlin

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Das Fachgebiet KE / KP / Bildende Kunst lädt am:

Mittwoch
23.06.2010 I 18.00 Uhr

in den Seminarraum 208, im Hermes-Gebäude ein.

Prof. Dr. Hanne Seitz, Berlin
„Temporäre Komplizenschaften“
Zur Partizipation und Intervention in den Künsten

Die zeitgenössischen Künste unterliegen einem Demokratisierungsschub, der sie öffentlichkeitswirksam und populär macht und - im besten Fall - die gesellschaftliche Lage kritisch befragen lässt. Abseits der gewohnten (Kunst-)Orte begeben sich Künstlerinnen und Künstler in den öffentlichen Raum, in Schulen oder Gefängnisse. Sie thematisieren aktuelle Geschehnisse und soziale Problemlagen, sind auf Kontexte bezogen und prozessorientiert, machen Feldforschung und kritische Bestandsauf­nahmen, koordinieren, vernetzen, vermitteln und zeigen sich in Disziplinen kundig, die der Kunst bislang fremd waren.
Die künstlerische Interventionen zielen auf Aktivierung und Partizipation, darauf, dass die Kunst vor dem Hintergrund des eigenen Lebens entschlüsselt und der Betrachter buchstäblich zum Akteur, Verbündeten - mitunter sogar zum Komplizen wird.
Am Beispiel von „This Baby Doll Will Be a Junkie“ der Bildenden Künstlerin Ulrike Möntmann und des studentischen Projekts „Der Waschplatz“ der FH Potsdam sollen Möglichkeiten und Perspektiven diskutiert werden.
Prof. Dr. Hanne Seitz lehrt an der Fachhoch­schule Potsdam Theorie und Praxis ästhe­tischer Bildung. Zahlreiche Projekte und Publikationen: u. a. „Räume im Dazwischen“, „Der GartenDieRuineDasWasser – jüngst: „Temporäre Komplizenschaften – Künstlerische Intervention im sozialen Raum“. Forschungsschwer­punkte: Site-specific Art and Performance, Social Impact of the Arts.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessenten!