»Wozu soll unser Volkspark dienen?«

Ausstellung der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle
Der Titel der Ausstellung mit Arbeiten der Studierenden von Prof. Zaumseil (Bildhauerei/Metall) und Prof. Hörner (Medienkunst) ist ein Zitat aus der Festschrift zur Eröffnung des Volksparks 1907. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Arbeiterkulturpalasts war der Ausgangspunkt eines intensiven Gedankenaustauschs über die Funktionen dieses Ortes - gestern, heute und morgen. In Installationen, Videoarbeiten, Bildern und Interventionen entwerfen die jungen KünstlerInnen ihren Volkspark im Jahr 2007.

Volkshäuser. Utopien - Legenden - Visionen

Ausstellung des Instituts für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Der hallesche Volkspark gehört zu den ersten und prominentesten Vertretern einer damals völlig neuen Bauaufgabe: dem Volkshaus. Vom Versammlungs- und Erinnerungsort bis zum Gegenstand sozialutopischer Entwürfe werden in der Ausstellung die unterschiedlichen Projektionen bis in die Zeit der Weimarer Republik von Studierenden der Kunstgeschichte und PD Dr. Leonhard Helten nachgezeichnet.

Interaktive Rekonstruktion
Eine entsprechende Rekonstruktion der Innenräume, die zeigt, wie sich der Hallesche Volkspark im Jahr 1907 der Öffentlichkeit präsentierte, wurde von Prof. Bernd Hanisch, Daniel Ackermann und Studenten des Studienganges Multimedia|VR-Design an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle unter Mitwirkung von Christine Fuhrmann erarbeitet.

100 Jahre Volkspark - Kommunikatives Zentrum zwischen Kaiserreich und Demokratischer Wende

Ausstellung des Stadtarchivs
Das Stadtarchiv Halle präsentiert diese Ausstellung aus seinem reichen Schatz an Plakaten aus den Jahren 1893 bis 1980 sowie mit weiteren spannenden Sammlungsstücken. Damit wird der Charakter des Volksparks als ein Ort politischer, kultureller und geistesgeschichtlicher Auseinandersetzung im halleschen Stadtraum über einen Zeitraum von mehr als acht Jahrzehnten verdeutlicht.

»Vorwärts und nicht vergessen« - Ein Traditionskabinett im Volkspark

Installation des Stadtmuseums Halle
Der Volkspark besaß zu Zeiten der DDR mit seinem einstigen Traditionskabinett ein Museum ganz eigener Art. Dessen wesentliche Aufgabe war die Bereitstellung historischer Legitimation. Von diesem einstigen Traditionskabinett sind heute nur noch wenige originale Ausstellungsstücke erhalten. In Zusammenarbeit mit Daniel Herrmann inszeniert das Stadtmuseum ein fiktives Traditionskabinett am authentischen Ort: Die Installation einer skeptischen Allegorie politischer Erinnerungskultur und Geschichtspropaganda.

»Volkspark erinnert«

Videoinstallation in Zusammenarbeit der Werkleitz Gesellschaft, dem Kunstbüro Fruehtau, Anselm Weidner und dem Volkspark Halle e.V.
Bürger der Stadt erinnern sich in Interviews an ihre persönlichen Anekdoten, die sie mit dem Volkspark verbinden und philosophieren über die Rolle des Orts schlechthin. Seltene Filmdokumente vom Volkspark wurden aus deutschen Archiven ausgegraben und aus privaten Haushalten beigesteuert. In der Konfrontation beider Ebenen entwickeln sich neue Verknüpfungen von historisch-politischer Dokumentation und persönlich erlebter Geschichte - ein experimentelles Porträt eines Ortes und seiner Mythen.

Öffnungszeiten der Ausstellungen:
Montag bis Freitag 10 - 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr,
sowie zu den Veranstaltungen

zur Jahresausstellung der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle am 14. und 15. Juli von 10 bis 18 Uhr.