Rixe Senator "Export de Luxe" Baujahr 1954 244-ccm-JLO-Motor 15,1 PS bei 6000U/Min Gewicht 150kg Miele K50 Baujahr 1956 47-ccm-Sachs-Motor 1,25 PS bei 4100 U/Min Gewicht k.A. MZ TS 250 Luxusausührung Baujahr 1979 244-ccm-MZ-Motor 19 PS bei 5500U/M Gewicht 144kg Die Rixe hat mein Opa mal gefahren und danach stand sie lange Zeit vergessen im Keller. Nach einigen "Erbschaftsstreitereien" hat sie dann doch den Weg in meine Werkstatt gefunden. Die wahnsinnig gute Substanz hat meine Urlaubsfantasien sofort beflügelt aber nachdem erstmal der Schraubenzieher angesetzt war und der Rost allmählich bröckelte, war dann doch klar: die Dame braucht eine größere Kur. Alle Blechteile haben jetzt eine Kunststoffbeschichtung, da der leicht matte Glanz authentischer und zudem weniger anfällig gegen Kratzer oder Steinschlag ist. Alle anderen Teile sind lediglich aufgearbeitet. Fast ein Kuriosum ist der JLO-Doppelkolben-Zweitakter, der die Maschine bewegt. eigentlich wollte ich ja nur mal unter den Tank schauen.... Einige Buchsen sitzen sehr fest und es braucht schon mittlere Gewalt um sie zu lösen. Risse im Schutzblech werden mit Blech unterlegt und gelötet, denn sie sollen ja später pulverbeschichtet werden. Nach der Beschichtung wächst langsam alles wieder zusammen. Das Heck der Maschine mit Werkzeugkasten und Hinterradschwinge Die Frontpartie; Scheinwerfer und Gabelholme sind übrigens noch im Originallack. Der Tank wurde aufgearbeitet. Der Schriftzug auf dem Hinterradschutzblech musste leider der neuen Beschichtung weichen. Anhand der Reste und Schatten auf dem Altlack konnte er jedoch wieder rekonstruiert werden. Ab 80 km/h und aufwärts bewirkt der Gasgriff nur noch sonores Röhren; deswegen der Beiname "Rinderwahn" Die Rixe auf dem MZ-Treffen in Zschopau Die beiden Miele Mopeds habe ich mit jungen 18 Jahren vorm Sperrmüll bewahrt; der ehemalige Besitzer hat sie mit so allerlei spanabhebenden Verfahren auf Cross (!) getrimmt. Der Spaß am Verschleiß währte aber scheinbar nicht lange: Kolbenfresser bei beiden Motoren. Das potenzielle Aus für die zwei Schnuckelchen, die jetzt aber sicher vor dem Schredder in meiner Werkstatt ihrer Restaurierung harren. So sollte demnächst der Phönix aus den zwei Aschehaufen wieder entstehen. Entweder im schick dezenten Rotbraun oder aber im, ebenfalls serienmäßigen aber wesentlich spacigerem Blau-Metallic der fortschrittsgläubigen Wirtschaftwunderzeit. So können Mopeds extrem platzsparend auch in kleineren Kellern geparkt werden. 2/4 Das alte Sachs-Aggregat: außen schön ölig, innen brottrocken Kolbenfresser mal zwei Meine Eltern legten mir nahe Auszuziehen als ich mir zwei Wanderer-Wracks zulegte. Die sahen wirklich übel aus, waren für die marode Substanz zudem ziemlich überteuert und die Motoren hatten auch die Hufe hochgerissen. Aber mit dem bewährten Aus-Zwei-mach-Eins-Prinzip konnte die Restsubstanz wieder ganz ordentlich zu einem Moped zusammengefügt werden. Den Rahmen und die Blechteile habe ich ausgebeult, sandstrahlen lassen und danach im Originalfarbton Freiluftlakiert. Die Linierung und das Logo habe ich rekonstruiert und mit HighTech-Folie aufgeklebt. Das Moped macht den Berg runter ungefähr 60 km/h war aber offiziell noch nie angemeldet.;) Eine Dokumentation erleichtert später den Zusammenbau, der meistens eher nächstes Jahr als nächste Woche stattfindet. Details sollten daher zumindest einmal abfotografiert werden. Das schwarze Häuflein Elend... ...und dasselbe in grün Das braucht man alles zur Freiluftlackierung: Spritzpistole, Kompressor, 20m Wäscheleine, gutes Wetter, Fliegenklatsche Die MZ war der typische Fall von Liebe auf den zweiten Blick. Das So-eine-will-ich-auch-Gefühl hat sich erst richtig eingestellt als ich Snorres MZ probegefahren habe. Gut, danach hat es auch gar nicht lange gedauert, bis sich so ein Stück auch bei mir eingefunden hat, allerdings mal wieder ohne Papiere und TÜV. Ist an der Maschine alles koscher, kann man mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung vom KBA neue Papiere beantragen. Dann muß man noch auf der Hardwareseite den Ansaugstutzen auf TS-Maß kürzen und es kann losgehen. Seitdem bin ich mit der MZ 5000km gefahren, jetzt ist ein neues Pleuelauge fällig, wofür der ganze Motor auseinandergenommen werden muß.... und dafür braucht's Spezialwerkzeug. Nach Ungarn geht's. Die nächsten 1000km wird abwechselnd gefahren und geschraubt. Nicht nur dem Fahrer wird's manchmal zu heiß. Willkommen auf dem Sziget-Festival in Budapest. Das passende Land zur Flagge gibt's nicht mehr. Jetzt ist der Motor fällig: zerlegt hat's das Lager im Pleuelauge; ist einfach flüssig geworden und verdampft. Lichtmaschinen- und Kupplungsdeckel sind abgenommen und die Montagebrücke ist angelegt. Ab damit in den Backofen; Der Motor sollte bei der Demontage gut 100 Grad Celsius haben, sonst sind die Lagersitze dahin. Die rechte Motorseite kann dann mittels Montagebrücke (Kupplungsabzieher und Abdrückschraube) abgehoben werden. Wenn das Motorengehäuse genügend erwärmt war, bleiben die Kugellager auf den Wellen, wenn nicht, dann in den Lagersitzen. Jetzt kann die Schaltwalze vorsichtig herausgenommen werden. Wahrscheinlich der Übeltäter: die Gummitrennscheibe in einer Ölfangtasche im Kurbelwellenraum (hier ein intaktes Exemplar).
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