
Eine Aktion von Studierenden der Burg sorgt diese Woche für viel Gesprächsstoff unter den Studenten und Hochschulangehörigen. Die Liegewiese, die als Baugrund für den Bibliotheksneubau dienen soll, wurde mit Holzkreuzen in einen Friedhof verwandelt. Damit wollen die Aktivisten auf den geplanten Bau hinweisen, ihre Kritik oder Bedenken äußern und zu einer Diskussion anregen. Vor allem wird eine zu geringe Transparenz der Entscheidungsprozesse bemängelt.
Doch wie gerechtfertigt sind diese Bedenken? Welche der zahlreichen Gerüchte stimmen?
Obwohl im Senat und in den Fachbereichsräten das Thema Bauangelegenheiten ständig besprochen wird, ist ein Großteil der Studierenden uninformiert über den geplanten Bibliotheksneubau und die Gerüchteküche brodelt.
Fakt ist, dass die Hochschule seit Jahren eine neue Bibliothek bauen möchte, da die Kapazitäten des weißen Hauses langsam erreicht sind, und ansonsten die Statik gefährdet wäre. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort waren viele Alternativen im Gespräch und auch Gutachten angefertigt worden. Unter anderem war der Parkplatz neben der aktuellen Bibliothek oder Grundstücke im Schleifweg im Gespräch. Die favorisierte Immobilie, die Villa im Neuwerk 6 wurde zum Bedauern der Hochschulleitung letztendlich an private Investoren verkauft. Die Liegewiese neben der Villa zu bebauen ist daher für alle Seiten nur ein Kompromiss. Aber angesichts der Tatsache, dass gerade zweckgebundene Finanzmittel des letzten Konjunkturpaketes vorhanden sind, muss das Bauvorhaben zeitnah angegangen werden, da diese Gelder sonst verfallen würden und eine andere Art der Finanzierung nicht in Sicht wäre.
Als nächstes muss nun untersucht werden, inwieweit der Bereich der Wiese bebaut werden kann, bevor es daran geht konkrete Konzepte zu entwickeln. Obwohl man sicherlich davon ausgehen kann, dass dort die neue Bibliothek gebaut werden wird, gibt es ansonsten noch nichts Konkretes. Keine Modelle, keine Pläne, keine Architekten.
Nun sind wohl die Studenten gefragt sich einzumischen und den Entscheidungsträgern klar zu kommunizieren, was bei einem solchen Bauvorhaben berücksichtigt werden muss, um ein funktionales Gebäude zu erhalten, das alle nötigen an ihm gestellten Aufgaben erfüllt und dennoch das attraktive Gesicht unseres Campus zu erhalten.
Für noch genauere Informationen könnt ihr euch jederzeit an den Studierendenrat oder die studentischen Vertreter aus den Fachbereichsräten und des Senats wenden.
