zurück zu Künstler   Philipp Moritz            
1977 geb. in München

1985-96 Vereinsmitglied des TSV Hohenbrunn

bis 2001 freiberuflich als Beleuchter

ab 2001 Studium der Fotografie an der
HGB Leipzig

2003 Erasmusaufenthalt in Norwegen

seit 2003 Studium in der Fachklasse bei Prof. Timm Rautert

seit 2004 Mitglied bei Traktor 04 Küchenholz/Leipzig







„ Sonntag„
Farbfotografie
74 x76 cm
2003




„Herold„
Farbfotografie
74 x 76 cm
2003

Dantln und andere Kunst-Stücke

Im Freistaat Bayern steht unmittelbar zur Einschulung der Beitritt in einem Fußballverein an. So trat ich, wie mein großer Bruder, dem TSV Hohenbrunn bei, der aus einem heruntergekommenen Vereinsheim, einem drittklassigem Platz und einem Kopfballgalgen bestand. Wir haben meistens verloren. Vor allem die „Freundschaftsspiele“ gegen die Jugend von Bayern München waren mit ihrem fast dreistelligen Ergebnissen besonders erniedrigend. Meinen ersten Platzverweis habe ich in der D-Jugend bekommen.
Trainer Kurti klopfte aber stets väterlich auf die schmalen Schultern und füllte uns die Spezi-Saufmaschine bis zum Rand, bevor er uns in seinem alten 5er nach Hause fuhr. Weißbierwerner und Kugelkalle, der später eine Bank überfiel und dabei leider erwischt wurde, zwei bläulich schillernde Barfiguren, waren unsere Fans. Der heiße Dampf der Gemeinschaftsdusche, deren Boden von Gras, Dreck und Blut bedeckt war, verhüllte die Schamesröte der Pubertät, die unerträglich langsam, doch unaufhaltsam das Heranwachsen zum A-Spieler begleitete.
Ich habe aufgehört, als der Ernst das Spiel verdrängte, als das Verlieren seinen bitteren aber behütenden, verbindenden Zauber verloren hatte. Das Kunst-Stück liegt im Spiel versteckt, es ist eher eine Befindlichkeit als ein meßbares Ergebnis.

  ein feld, weit und grün_ flutlicht_ 22 bunte_ und alle wollen sie das gleiche; das runde
ins eckige_ schweiss und blut_ fussball_ unglaublich schön und poetisch.