KON.TEXT

Komplexes Gestalten, ab 3. Studienjahr
Sommersemester 2020, Prof. Anette Scholz, Mathias Jüsche

KON.TEXT

Ein Datenvisualisierungsprojekt.

Die Ausgangssituation

Unsere Generation ist gut, richtig gut. Zumindest im Sammeln von Daten. Wissenschaftler, Unternehmen, Staaten, gemeinnützige Organisation und viele andere sammeln Daten. Auch jeder einzelne von uns sammelt Daten durch unsere Mobiltelefone, tragbare Sensoren oder unsere Aktivitäten in der digitalen Welt. Wir sammeln Bewegungsdaten, Nutzungsdaten, Social Media Daten, Anzahl unserer täglichen Schritte, sportlichen Aktivitäten, Schlafrhythmus uvm. Auch die Fotos auf unseren Smartphones sind Daten, neben den Bildinformationen sind sie z. B. mit Informationen zu Datum und Aufnahmeort angereichert.

Das Netz ist voll mit frei verfügbaren Daten zu Finanzen und Wirtschaft, Kriminalität- und Drogen, Gesundheit und Wissenschaft, Umwelt, Media, Marketing uvm. Es ist großartig, dass diese Daten gesammelt werden und noch großartiger, dass unzählige Daten allen zur Verfügung stehen. Doch Daten alleine treffen keine Aussage, sie sind nur Protokolle. Die einzige Möglichkeit ihr Potenzial zu nutzen liegt in der Analyse, der Interpretation und der Präsentation – also ihrer Lesbarkeit.

Die Beschäftigung mit einzelnen Datensätzen kann sehr spannend sein, sie haben aber nur einen begrenzten Wert. Ihr wirkliches Potenzial entsteht, wenn sie mit anderen Daten kombiniert werden, also in den Kontext mit anderen Daten gesetzt werden. Stellen wir uns z. B. vor, dass wir eine kleine Kamera umhängen haben, die jede Minute ein Bild macht. Nach kurzer Zeit hätten wir eine persönliche Bilderstrecke – von ein paar Tagen, einer Woche, eines Monats. Würden wir diese Bilderstrecke nun mit den Daten unserer Herzfrequenz verbinden, entstünden umfangreichere Informationen. In Kombination mit frei verfügbaren Daten, z. B. der Feinstaubbelastung der Orte, an denen ich mich aufgehalten habe, würde sich die Informationstiefe noch einmal erweitern. D. h. Daten und Wissen sind nicht dasselbe.

 

Die Aufgabe

Als Multimedia Designer sind wir in der Lage durch die grafische Darstellung von Informationen und Daten, also durch den Einsatz von visuellen Elementen wie Diagrammen, Graphen und Karten, Daten lesen und verstehen zu können. Darüber hinaus sind wir in der Lage diese Informationen – anders als durch statische Infografiken – z. B. animiert, interaktiv oder kontextsensitiv aufzubereiten. Wir können sie im Netz, im öffentlichen Raum oder an kontextrelevanten Orten zugänglich machen. Wir können sie durch Tracking-, AR- oder VR-Technologie erlebbar machen.

Wir wollen herausfinden welche Aussagekraft Daten für oder über Menschen und Ereignisse haben können. Es sollen Verknüpfungen von unterschiedlichen Daten geschaffen werden, die individuelle, spezielle oder vielleicht sogar universelle Informationen liefern.

Durch das Herstellen neuer und überraschender Zusammenhänge und eine relevante und funktionale Visualisierung, können wir neue, spannende Erkenntnisse und Einblicke kreieren. Darum soll es im Sommersemester 2020 im Projekt „Kontext“ gehen.

Zentraler Projektinhalt wird die Visualisierung der Inhalte sein. Inhaltlich ist fast alles erlaubt – seriös, gesellschaftlich relevant, persönlich, humorvoll, etc. Technologisch ebenfalls – ob Web- oder Motiondesign, AR oder VR oder ein Mix. Entscheidend dafür sind allein die Inhalte und das Konzept.

Weitere Infos zum Projektablauf, Timing, etc. folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Infos und Anmeldung unter: scholz@burg-halle.de

 

 

 

Lehrende(r)

  • Redaktion Multimedia|VR-Design
  • Prof. Anette Scholz
  • Mathias Jüsche

Lehrende(r)

  • Redaktion Multimedia|VR-Design
  • Prof. Anette Scholz
  • Mathias Jüsche