Ko-Kreativität in einer partizipativen Kultur. Oder: Wo beginnt und wo endet Design?

Seminar Designtheorie
Aufbau- (BA) und Vertiefungsmodul (MA)
Vertretungsprofessor Dr. Pablo Abend

The term, participatory culture, contrasts with older notions of passive media spectatorship. Rather than talking about media producers and consumers as occupying separate roles, we might now see them as participants who interact with each other according to a new set of rules that none of us fully understands. (Jenkins: Convergence culture, S. 3.)

Das Seminar kreist um die Frage, ob und wie sich unser Verständnis von Design innerhalb der im Zitat beschriebenen Konvergenzkultur verändert. Der Begriff der Konvergenz wird dabei nicht im Sinne einer Medienkonvergenz verwendet - als Verbindung unterschiedlicher Technologien, Materialien und Fertigungsweisen -, sondern bezieht sich auf die Verschränkung von Produktions-, Konsumptions- und Distributionssphäre. Diese Facette der Konvergenz ist Teil der partizipatorischen Kultur und schließt dabei Praktiken mit ein, durch die sich Konsument*innen aktiv Objekte aneignen und verändern. Als »ko-kreativ« werden folglich Formen der Aneignung bezeichnet, die einen Beitrag zur Gestaltung, Entwicklung, Produktion oder Distribution von medialen Inhalten leisten. Solch eine Verschränkung der Entwurfs-, Produktions- und Rezeptionsphase sorgt für die Umverteilung kreativer Prozesse, wie Henry Jenkins im obigen Zitat feststellt: Am Markt befindliche Produkte werden durch die Konsumierenden verändert oder sogar mit-erschaffen. Darüber hinaus gibt es Ansätze im Design, potentielle Nutzer*innen bereits im Entwurfsprozess einzubeziehen. Daraus leiten sich unterschiedliche Fragen ab: Wo endet das Design von Objekten, wenn diese weiterverwendet, umgenutzt und für andere Zwecke eingesetzt werden, als ursprünglich intendiert? Wie verändern sich gestalterische Prozesse, wenn Nutzer*innen im Sinne eines partizipativen Designs bereits in der Entwurfsphase mit einbezogen werden? Welche Formen der Aneignung lassen sich unterscheiden?

Im Seminar werden unterschiedliche Ansätze vorgestellt, um ko-kreative Praktiken theoretisch zu fassen. Zudem bekommen die Studierenden eine Einführung in die Grundlagen ethnographischer Methoden, mit denen sich ko-kreative Praktiken dokumentieren und analysieren lassen.

Lehrende(r)

  • Redaktion Designwissenschaften

Studienjahr

ab 1. Studienjahr

Abschluss

Bachelor und Master

Pflicht/Wahlpflicht/Wahl

Wahlpflicht

ECTS-Punkte (BA/MA)

2

Kursbeginn

16.10.2019

Ort

Villa 103/104

Zeit

Mittwochs 14:15-15:45 Uhr

Lehrende(r)

  • Redaktion Designwissenschaften

Studienjahr

ab 1. Studienjahr

Abschluss

Bachelor und Master

Pflicht/Wahlpflicht/Wahl

Wahlpflicht

ECTS-Punkte (BA/MA)

2

Kursbeginn

16.10.2019

Ort

Villa 103/104

Zeit

Mittwochs 14:15-15:45 Uhr