Eigene Räume.
Geschichte der Installationskunst im 20. Jahrhundert

SEMINAR (Kunstgeschichte)
Charlotte Silbermann, M.A.
Montag, 16:15 – 17:45 Uhr
Großer Seminarraum, Schleifweg 6
Beginn: 14.10.2019
eignet für Studierende ab dem 2. Studienjahr und für
Master Kunstwissenschaften (Modul 2: Theorien und Diskurse)

Kurt Schwitters, Merzbau. Photo: Wilhelm Redemann, 1933 © DACS 2007

Der Begriff Installationskunst etablierte sich Mitte der 1990er Jahre, um künstlerische Rauminszenierungen unterschiedlichster Art zu subsumieren und ist heute aus dem Kunstdiskurs nicht mehr wegzudenken. Das Einbinden, Bauen, Entwerfen, Unterwandern oder Herausstellen einer Raumlogik oder -atmosphäre, die leiblich und performativ erfahren werden muss, entwickelte sich hingegen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer entscheidenden künstlerischen Praxis progressiver Strömungen und Stile. So gelten etwa Kurt Schwitters Merzbau und El Lissitzkys Prounenraum als Vorläufer der Installationskunst.

Ausgehend von diesen ersten Formen möchte das Seminar einen Überblick über die Entwicklung der Installationskunst im 20. Jahrhundert vermitteln. Anhand von Analysen ausgewählter installativer Arbeiten vom Surrealismus bis zu den Young British Artists soll aufgezeigt werden, wie wichtig die Veränderung geordneter Raumverhältnisse und das Moment des Arrangierens von Materialien für die Kunst des vergangenen Jahrhunderts war. Das Konzept der Installation als Modell eines entgrenzten Gattungsbegriffes wird dabei immer wieder zu diskutieren sein.

Name der Lehrenden / Name of Teacher 
Charlotte Silbermann, M.A.

Lernziel, Qualifikationsziele / Objectives, Learning Outcome

  • Erarbeitung theoretischer und diskursiver Zugänge zu historischem Wissen
  • Einbindung disziplinärer und transdisziplinärer Theorien zum tieferen Verständnis der jeweiligen Fachdisziplinen
  • Fähigkeit, das kulturelle, gesellschaftliche und politische Diskursfeld, in dem sich die Inhalte bewegen, zu reflektieren
  • Bildung eigener Schwerpunkte und Forschungsansätze auf der Basis der Vernetzung, Reflexion und Pointierung des Themenspektrums

Veranstaltungsart und -methodik / Teaching and working methods 
Seminar

Beurteilung / Assessment 
Studierende Kunst: Teilnahmeschein (unbenotet), Leistungsschein (Kurzreferat und benotete Hausarbeit);

Studierende Kunst (Lehramt): Teilmodulleistung (unbenotete Präsentation) oder/und Modulprüfung (Präsentation und benotete schriftliche Hausarbeit);

Studierende der Kunstpädagogik (Diplom): Teilnahmeschein (unbenotete Präsentation) oder Leistungsschein (benotete Hausarbeit);

Studierende Master Kunstwissenschaften: Teilmodulleistung (unbenotete Präsentation) oder Modulprüfung (Präsentation plus benotete schriftliche Hausarbeit)

Literatur und Vorbereitungsempfehlung / Literature and recommendation on preparation

  • Bishop, Claire: Installation Art. A Critical History. Tate Publishing. London 2005.
  • Rebentisch, Juliane: Ästhetik der Installation. Surkamp, Frankfurt a.M. 2003.
  • Reiss, Julie H.: From margin to center. The spaces of installation art. Massachusetts Institute of Technology 1999.
  • Rosenthal, Mark: Understanding Installation Art. From Duchamp to Holzer. Prestel 2003.
  • Weitere Literatur: Seminarapparat in der Bibliothek

Verwendbarkeit / Applicability
Kunst: Fachwissenschaft Kunstgeschichte

Kunst (Lehramt): Kunstgeschichte I oder Kunstgeschichte II
Kunstpädagogik (Diplom): Kunstwissenschaften

MA Kunstwissenschaften: Modul 2 Theorien und Diskurse

Zugangsvoraussetzung / Prerequisites
keine

Umfang in SWS / Semester periods per week

2

Häufigkeit, Dauer und Termine, Ort des Angebots / Appointed time and location
Montag, 16:15-17:45 Uhr
Beginn: 14. Oktober 2019

Ort: Großer Seminarraum Schleifweg 6

 

 

 

Lecturer

  • Charlotte Silbermann

Lecturer

  • Charlotte Silbermann