THREE DIMENSIONS

Sommersemester 2022 • Semesterprojekt • ab 3. Studienjahr und MA Textildesign
Betreuung: Prof. Bettina Göttke-Krogmann, Kristin Nebauer (Künstlerische Mitarbeiterin)

Foto: Lars Dittrich „soft architecture“, SoSe 2018 Projekt 2025

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Jeder Stoff ist ein kleiner Raum.

Bei Dreidimensionalität denkt man in der Regel zunächst an Formen, Körper und Räume, eventuell noch an modellierte Hausfassaden oder strukturierte Wände. Doch gerade vermeintlich glatte textile Flächen sind immer dreidimensional: Sie bestehen (meistens) aus Fäden, die ein eigenes Volumen haben: locker, fein, flach, gekräuselt, genoppt, usw.. Werden diese als Kette und Schuss verkreuzt oder zu einer Masche verschlungen entstehen Zwischenräume. Die Fäden liegen neben- und übereinander, sie bilden Wellen, ziehen sich zusammen, werfen Schatten. Es entsteht ein flaches, aber voluminöses Gebilde, das sich wiederum formen lässt, weich fällt, Falten bildet oder zerknittert. Verbindet man mehrere Flächen übereinander oder manipuliert sie durch weitere Bearbeitung eröffnen sich weitere Kosmen an Dreidimensionalität: akustische Effekte, selbstbewegende Flächen, haptische Irritationen oder flexible Oberflächen.

Worin liegt der Reiz des Dreidimensionalen? Im Volumen? Im Greifbaren? Im Raum-einnehmenden? In der Beweglichkeit? In der Funktion? Über konstruktive Technologien wie Weben, Stricken oder Knoten sowie bearbeitende Verfahren wie Drucken, Schäumen, Tiefziehen etc. wird das Phänomen ausgereizt. Parallel zu den textilen Umsetzungen wird die Technologie des 3D-Drucks in beide Richtungen untersucht – konstruktiv über das digitale Nachbauen eines Stoffes ebenso wie manipulierend z.B. über das Bedrucken elastischer Stoffe. Es sollen mindestens zwei Technologien erforscht werden, die auch miteinander kombiniert werden können. Die Ergebnisse sollen so voluminös wie möglich, so beweglich wie nötig und so textil wie gewohnt sein.

Der Weg kann über eine speziell formulierte Fragestellung gehen, z.B. anhand eines 3D-Phänomens wie einer Pflanzenstruktur oder der Akustik Funktion oder auch technologisch orientiert über Experiment-Reihen zu bestimmten Techniken und/oder Materialien. Das Projekt soll als Experimentierfeld verstanden werden, um textile Konstruktionen sowie Materialeigenschaften auszureizen, auszutricksen, zu erweitern, zu verändern, zu manipulieren, zu kombinieren u.v.m.. Ziel ist eine Serie von Stoffen, die viel über die Dreidimensionalität von Textilien erzählen. Die Untersuchung zu den Facetten der Dreidimensionalität mündet in einer gemeinsamen Sammlung, die digital aufbereitet und online zugänglich gemacht wird. Die praktischen Versuche, die zum Einstieg stattfinden, werden zu einem gemeinsamen analogen Archiv aufbereitet.

Jeder Stoff ist ein kleiner Raum.

Bei Dreidimensionalität denkt man in der Regel zunächst an Formen, Körper und Räume, eventuell noch an modellierte Hausfassaden oder strukturierte Wände. Doch gerade vermeintlich glatte textile Flächen sind immer dreidimensional: Sie bestehen (meistens) aus Fäden, die ein eigenes Volumen haben: locker, fein, flach, gekräuselt, genoppt, usw.. Werden diese als Kette und Schuss verkreuzt oder zu einer Masche verschlungen entstehen Zwischenräume. Die Fäden liegen neben- und übereinander, sie bilden Wellen, ziehen sich zusammen, werfen Schatten. Es entsteht ein flaches, aber voluminöses Gebilde, das sich wiederum formen lässt, weich fällt, Falten bildet oder zerknittert. Verbindet man mehrere Flächen übereinander oder manipuliert sie durch weitere Bearbeitung eröffnen sich weitere Kosmen an Dreidimensionalität: akustische Effekte, selbstbewegende Flächen, haptische Irritationen oder flexible Oberflächen.

Worin liegt der Reiz des Dreidimensionalen? Im Volumen? Im Greifbaren? Im Raum-einnehmenden? In der Beweglichkeit? In der Funktion? Über konstruktive Technologien wie Weben, Stricken oder Knoten sowie bearbeitende Verfahren wie Drucken, Schäumen, Tiefziehen etc. wird das Phänomen ausgereizt. Parallel zu den textilen Umsetzungen wird die Technologie des 3D-Drucks in beide Richtungen untersucht – konstruktiv über das digitale Nachbauen eines Stoffes ebenso wie manipulierend z.B. über das Bedrucken elastischer Stoffe. Es sollen mindestens zwei Technologien erforscht werden, die auch miteinander kombiniert werden können. Die Ergebnisse sollen so voluminös wie möglich, so beweglich wie nötig und so textil wie gewohnt sein.

Der Weg kann über eine speziell formulierte Fragestellung gehen, z.B. anhand eines 3D-Phänomens wie einer Pflanzenstruktur oder der Akustik Funktion oder auch technologisch orientiert über Experiment-Reihen zu bestimmten Techniken und/oder Materialien. Das Projekt soll als Experimentierfeld verstanden werden, um textile Konstruktionen sowie Materialeigenschaften auszureizen, auszutricksen, zu erweitern, zu verändern, zu manipulieren, zu kombinieren u.v.m.. Ziel ist eine Serie von Stoffen, die viel über die Dreidimensionalität von Textilien erzählen. Die Untersuchung zu den Facetten der Dreidimensionalität mündet in einer gemeinsamen Sammlung, die digital aufbereitet und online zugänglich gemacht wird. Die praktischen Versuche, die zum Einstieg stattfinden, werden zu einem gemeinsamen analogen Archiv aufbereitet.