Monatsvorschau Februar 2020

Veranstaltungen, Projekte und Ausstellungen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Noch bis Sonntag, 29. März 2020
History in Fashion – 1.500 Jahre Stickerei in Mode: Ausstellungsbeteiligung im Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Die Ausstellung zeigt anhand ausgewählter Beispiele aus der Sammlung die über die Jahrhunderte wiederkehrende Bedeutung von Stickerei in der Mode. Als Kontrast zu Fast Fashion und Massenproduktion erlebt diese Technik der individuellen und detailverliebten Verzierung auch heute ein Comeback. In Form, Material und Motiven betont aktuelle Mode handwerkliche Kunstfertigkeit, historische Bezüge und setzt Stickerei als Statement. Textildesign-Studierende der BURG erweitern die Ausstellung mit aktuellen Stickereien, die im Rahmen von Abschluss- und Projektarbeiten an der Kunsthochschule entstanden sind.
Ort: Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig, Johannisplatz 5–11, 04103 Leipzig
Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag und feiertags 10–18 Uhr
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5,50 Euro; für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre frei
Weitere Informationen: www.grassimak.de


Noch bis Sonntag, 29. März 2020
the power of … where design meets solar energy: Sonderpräsentation im Vitra Schaudepot Lab zeigt kritische Auseinandersetzung mit der Energiewende von Industriedesign-Studierenden der BURG

Der Klimawandel rückt spürbar in den Fokus. Akteure aus Wissenschaft und hochrangigen Institutionen, aber auch die junge Generation warnen immer dringlicher vor seinen Auswirkungen. Die meisten europäischen Staaten bekannten sich daher kürzlich zu dem Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050. Doch der Weg bleibt unklar – seitens der Politik, seitens der Industrie und auch seitens der Konsument*innen. Im Projekt the power of… where design meets solar energy stellten sich Burg-Studierenden des Industriedesigns den offenen Fragen und begegneten diesen mit Methoden, Facetten und Möglichkeiten des Designs. Experimentell entstanden plausible und kritische Strategien für nahbare Anwendungen und Transformationsprozesse, die sowohl technologische Möglichkeiten als auch politische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigen. Die Ergebnisse werden im Vitra Schaudepot Lab des Vitra Design Museums in Weil am Rhein vorgestellt.
Laufzeit Sonderpräsentation: noch bis 29. März 2020
Ort: Vitra Schaudepot Lab, Vitra Design Museum, Charles-Eames-Str. 2, 79576 Weil am Rhein
Weitere Informationen: www.design-museum.de und www.burg-halle.de


Sonntag, 2. Februar 2020, 14 Uhr
Vorführung des Dokumentarfilms Heimat ist ein Raum aus Zeit im Puschkino mit anschließendem Gespräch zwischen Autor und Regisseur Thomas Heise sowie Burg Galerie-Kuratorin Dr. Jule Reuter und Prof. Andrea Zaumseil (Professorin für Bildhauerei/Metall, BURG)

Der Dokumentarfilm Heimat ist ein Raum aus Zeit folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über 19. und das 20. Jahrhundert und verschiedene politische Systeme hinweg: Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen. Es entstand eine Collage aus Bildern, Tönen, Briefen, Tagebüchern, Geräuschen und Fragmenten. Heimat ist ein Raum aus Zeit ist ein Nachdenken über die Zeit und die Liebe in ihr, den Menschen, in Tönen, Bildern und Sprache.
Der Film wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie dem Caligari-Filmpreis, dem Deutschen Dokumentarfilmpreis, dem Chantal Akerman Award Jerusalem Film Festivalund dem Avner Shalev – Yad Vashem Chairman’s Award.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Puschkino Halle und der BURG. Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch zwischen Thomas Heise, Autor und Regisseur des Films, sowie Burg Galerie-Kuratorin Dr. Jule Reuter und Prof. Andrea Zaumseil (Professorin für Bildhauerei/Metall, BURG) statt.
Ort: Puschkino, Kardinal-Albrecht-Str. 6, 06108 Halle (Saale)
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6,50 Euro


Donnerstag, 6. Februar, bis Sonntag, 22. März 2020
Boxershorts, Kartenspiel, Westpaket und Gummistiefel: Eine Ausstellung der Studienrichtung Textil im Stadtmuseum Halle

Im Rahmen eines Semesterprojekts ließen sich die Burg-Studierenden Carlotta Huck, Sophie Kikowatz, Juyeon Kim und Nora Lardon (Bachelorstudierende der Studienrichtung Textil, Studiengang Modedesign) von einem Objekt aus der Sammlung des Stadtmuseums Halle inspirieren und entwickelten hierzu textile Flächen oder Objekte. Es sollte sich bei der Auswahl möglichst um ein Objekt handeln, das mit einem öffentlich zugänglichen Gebäude der Stadt Halle verbunden ist. So entstanden aus alten und neuen Geschichten, Erkenntnissen und Beobachtungen verschiedene Stoffe, die nun gemeinsam mit den Ausgangsobjekten im Stadtmuseum in der temporären Ausstellung Boxershorts, Kartenspiel, Westpaket und Gummistiefel präsentiert werden.
Ort: Stadtmuseum Halle, Obere Galerie, Große Märkerstraße 10, 06108 Halle (Saale)
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10–17 Uhr
Eröffnung: Mittwoch, 5. Februar 2020, 17 Uhr
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro


Montag, 17. Februar 2020, 18 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Gaissmaier: Bauchentscheidungen: Einfachheit als Schlüssel zu einer komplexen Welt

Prof. Dr. Wolfgang Gaissmaier spricht in seinem Vortrag über Intuition und Vernunft: Seit der Zeit der Aufklärung wird die Vernunft als erstrebenswertes Prinzip verehrt, die Intuition bleibt zweitbeste Option für diejenigen, die sich nicht der Vernunft bedienen können. Intuition kann Nachdenken in der Tat nicht ersetzen, doch gerade in einer komplexen, unsicheren Welt können einfache, intuitive Entscheidungsstrategien oftmals besser sein als komplexe Berechnungen und Verfahren – selbst aus analytischer Sicht.
Prof. Dr. Wolfgang Gaissmaier ist seit 2014 Professor für Sozialpsychologie und Entscheidungsforschung an der Universität Konstanz. Zuvor hat er das Harding Zentrum für Risikokompetenz am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung gemeinsam mit Prof. Dr. Gerd Gigerenzer geleitet.
Die Wintersession 2020 wird von Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre organisiert und beinhaltet Workshops und Vorträge für Burg-Studierende während der vorlesungsfreien Zeit. Die Vorträge sind für alle Interessierten offen.
Ort: Raum 102, Villa, Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


Dienstag, 18. Februar 2020, 18 Uhr
Vortrag von Katharina Bredies und Michael Martinides: FEM PowerFeministischen Utopien gegen unsichere Räume im Cyberspace

Wie sicher sind die digitalen Räume, in denen wir uns bewegen? Wo verspüren wir im anonymisierten Cyberspace mehr Sicherheit uns zu äußern oder Fragen zu stellen? Und wo sind wir unsicher, exponiert oder gar Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt? Katharina Bredies und Michael Martinides stellen im Vortrag zwei unterschiedliche digitale Räume und Foren und die Blüten ihrer Gesprächskultur vor, um zu illustrieren, wie relevant der Schutz digitaler Räume ist und wie sie sich digitale Räume auf unser Leben auswirken können.
Der Vortrag wird von den Burg-Mitarbeiterinnen Miriam Lahusen und Annika Sominka moderiert. Die Wintersession 2020 wird von Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre organisiert und beinhaltet Workshops und Vorträge für Burg-Studierende während der vorlesungsfreien Zeit. Die Vorträge sind für alle Interessierten offen.
Ort: Raum 102, Villa, Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Die Veranstaltung wird von FEM Power an der BURG in Zusammenarbeit mit dem QPL organisiert.


Mittwoch, 19. Februar 2020, 18 Uhr
Vortrag von Susanne Abel: MAKE Paludikultur: Landwirtschaft auf wiedervernässten Moorböden

Biologin Susanne Abel hält einen Vortrag über nasse Moore und ihren Wert als ökologische Multitalente der Landschaft. Jedoch sind fast alle Moore in Deutschland für die Land- und Forstwirtschaft entwässert. Diese entwässerten Moorböden setzen große Mengen an Treibhausgasen frei. Durch die Anhebung der Wasserstände kann ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden, der notwendig ist, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Paludikultur ist eine Chance für die Landwirtschaft, die Moore weiterhin in Produktion zu halten. Hier gibt es innovative und traditionelle Formen, wie den Anbau von Torfmoosen als Torfersatz im Gartenbau, Schilf für Reetdächer oder Rohrkolben für die Produktion von Dämmstoffen sowie Bauplatten oder Formteile aus aufgefaserter Biomasse.
Susanne Abel arbeitet seit 2010 an der Universität Greifswald und der Michael Succow Stiftung. Seit 2015 koordiniert sie im Greifswald Moor Centrum das Verbundprojekt MoorDialog. Zudem arbeitet sie im Projekt MoKli (Moor- und Klimaschutz), das Paludikultur in die Praxis bringen will.
Die Wintersession 2020 wird von Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre organisiert und beinhaltet Workshops und Vorträge für Burg-Studierende während der vorlesungsfreien Zeit. Die Vorträge sind für alle Interessierten offen.
Ort: Raum 102, Villa, Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


Donnerstag, 20. Februar 2020, 18 Uhr
Vortrag von Darsha Hewitt: Experimenting with Obsolescence

Anthropozentrische Werte in der kapitalistischen Kultur sind das Thema des Vortrags von Künstlerin Darsha Hewitt. In dem auf Englisch gehaltenen Vortrag untersucht sie kritisch die Materialität von Maschinen sowie Prozesse und Praktiken von Technologie, die die Konsumgesellschaft wegwirft. Darsha Hewitt stellt einen Bottom-up-Ansatz für die Kunstproduktion mit Elektronikschrott vor.
Hewitts künstlerisches Spektrum erstreckt sich über elektromechanische Klanginstallationen, Performances mit handgemachter Elektronik, Video, Zeichnung, Fotografie und materialbasierte Experimente mit veralteter Technologie. Ihre Atelierpraxis und Unterrichtsmethoden verfolgen einen abenteuerlichen, medienarchäologischen Ansatz.
Die Wintersession 2020 wird von Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre organisiert und beinhaltet Workshops und Vorträge für Burg-Studierende während der vorlesungsfreien Zeit. Die Vorträge sind für alle Interessierten offen.
Ort: Raum 102, Villa, Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


Donnerstag, 20. Februar 2020, 20 Uhr
FuckUp Night Halle: Was ein Schlamassel – Unternehmer*innen reden übers Scheitern

Geirrt, verrechnet, Pech gehabt: Bei der FuckUp Night Halle erzählen Entrepreneure ihre ganz persönlichen Scheitergeschichten – und was daraus wurde. Denn davon profitieren angehende Gründerinnen und Gründer mehr als von glänzenden Erfolgsgeschichten. FuckUp Night ist ein international bekanntes Format, bei dem Menschen von ihren größten Fehlern und Tiefschlägen berichten. Die Absicht: Fehler als das nehmen, was sie sind – ganz normal, wenn Menschen etwas Neues beginnen und eine großartige Gelegenheit, zu wachsen und zu lernen.
Die FuckUp Night Halle ist eine gemeinsame Veranstaltung vom Designhaus der BURG und dem Technologie- und Gründerservice der MLU.
Ort: Ehemaliges XENOS-Kaufhaus, Große Ulrichstraße 13, 06108 Halle (Saale)
Eintritt: frei
Weitere Informationen: www.designhaushalle.de


Montag, 24. Februar 2020, 17 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Bertolt Meyer: Behindert oder Cyborg? Der Einfluss von Bionik auf Stereotype

Entwicklungen in der Bionik wie High-Tech-Prothesen oder Retina-Implantate eröffnen neue Möglichkeiten zur Linderung von Beeinträchtigungen. Gleichzeitig stellen sie Stereotype über Menschen mit Behinderung in Frage. Der technisch unterstützte behinderte Körper wird beispielsweise in der Berichterstattung zu den paralympischen Spielen als Konkurrenz für nichtbehinderte Körper hochstilisiert. Bionik wird ästhetisiert und die Grenzen zwischen den Diskursen zu Behinderungen, zum Enhancement und Transhumanismus verschwimmen. Im Vortrag wird versucht diese Thematik zu ordnen und Befunde zum Einfluss von bionischer Technik auf Stereotype und Wahrnehmungen darzustellen.
Prof. Dr. Bertolt Meyer Meyer ist Professor für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der TU Chemnitz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Diversität und Stereotype, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Digitalisierung.
Die Wintersession 2020 wird von Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre organisiert und beinhaltet Workshops und Vorträge für Burg-Studierende während der vorlesungsfreien Zeit. Die Vorträge sind für alle Interessierten offen.
Ort: Raum 102, Villa, Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


Montag, 24. Februar 2020, 18 Uhr
Vortrag: MAKE. – Unboxing: Symposium für Nachhaltigkeit in Verpackungen

Verpackungen sind Fluch und Segen zugleich. Zum einen schützen sie Gegenstände beim Transport, stellen Informationen bereit und präsentieren die Ware. Zum anderen verursachen sie durch ihre zumeist Einweg-Kurzlebigkeit ein immer stärker wachsendes Ressourcen- und Müllproblem, oftmals sogar mit schwieriger Entsorgung. Geht das nicht anders? 
Die Wintersession 2020 wird von Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre organisiert und beinhaltet Workshops und Vorträge für Burg-Studierende während der vorlesungsfreien Zeit. Die Vorträge sind für alle Interessierten offen.
Ort: Seminarraum, Bibliothek, Villa, Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale)
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

 

– Änderungen vorbehalten –