Improvisationen / Marie Gehrhardt

Improvisationen

Marie Gehrhardt
Ausgehend von verschiedenen Materialien und Experimenten ist eine Sammlung von Kompositionen entstanden. Sortiert nach Materialien sollen die Assemblagen einerseits einen Inspirationskatalog darstellen und manifestieren, andererseits spiegeln sie eine kreative Auseinandersetzung mit der Situation der Ausgangsbeschränkungen wieder. Die verwendeten Materialien und Objekte sind Überbleibsel alter Projekte, industrielle Halbzeuge oder von anderen Personen, während des Anfangs der Pandemie, aussortierte Dinge. Der gestalterische Ansatz beginnt mit dem Kuratieren der Objekte und bedient sich der Idee des Adhocismus: Ausgehend und leitend von den gewählten Dingen entstehen unterschiedliche Kompositionen. Als Weiterführung der Assemblagen entstand das finale Modell, das sowohl den erforschenden Charakter der Experimente als auch den partizipativen Ansatz der Improvisation vereint. Das schlichte Gestell bietet den Rahmen, um die Eigenschaften des Schaumstoffes zu explorieren. Das Projekt ist im Rahmen eines freien Semesters entstanden. Der theoretische Hintergrund bezog sich hauptsächlich auf das Buch Design und Improvisation: Produkte, Prozesse und Methoden von Annika Frye, an deren Kurs an der Muthesius Kunsthochschule Kiel Marie Gehrhardt aufgrund des digitalen Semesters mehrfach teilnehmen konnte. Die Auseinandersetzung mit Improvisation als gestalterische Methode ist aus der Frage entstanden, wie Gestalter*innen mit Krisensituationen umgehen können und welchen Ansatz Gestaltung in Krisenzeiten verfolgen kann.



Fotos: Marie Gehrhardt
Assemblage.pdf