M3: Machine-Mass-Mold / Lotte Schlör

M3

Machine-Mass-Mold
Lotte Schlör
Massenprodukt und Unikat bilden zwei Pole zwischen Design, Kunst und Handwerk. Was scheidet das perfekte Duplikat vom nicht perfekten Unikat? Ein Schaffensprozess, zu dessen Schritten Lotte Schlör forscht. Mit der Bachelorabschlussarbeit wurde von ihr eine Druckgussmaschine entwickelt, die kleinserielle Verfahren für ein experimentierfreudiges Design-Umfeld ermöglicht. Die Steuerung des Schaffensprozesses ist für sie zentral: Durch das mögliche Eingreifen in jeden Experimentierschritt wird sichtbar, welche Abzweigungen für einen neuen Weg genommen werden können. M3 ist somit ein Prozessprojekt, bei dem während der Entwicklung der Maschine direkt mit ihr experimentiert wird. Die Versuche wurden auf Scherben dokumentiert, ein neuer Formentyp wurde hierdurch sichtbar: die drehbare Gipsform. In beiden Teilen der Form ist ein Muster eingefräst – die Drehung der Hälften erzeugt aus einer Form unendliche Variationen des Ursprungsmusters. Die Form schafft so ein industrielles Unikat – das oxymoronische Ergebnis einer neuen Abzweigung.



Fotos: Lotte Schlör
Expose.pdf