SENSUAL DINING – Alternative Essgeräte und -gefäße für die 5 Sinne

Komplexes Gestalten, Sommersemester 2019, Produktdesign, Keramik- und Glasdesign, ab 3. studienjahr BA, ab 1. Studienjahr MA, G-Profs. Mikaela Dörfel, Andreas Fabian

„Touch hunger/ no water for whales“
von Juliana Gomez

SENSUAL DINING – Alternative Essgeräte und -gefäße für die 5 Sinne

Dieses Projekt zielt darauf ab, die multi-sensorischen Aspekte der Geschmackswahrnehmung zu erkunden; Wege zu finden, unsere sinnliche Wahrnehmung und Erfahrungen des Essens zu steigern bzw. zu intensivieren - durch das Design neuer oder alternativer Gefäße und Geräte; jenseits kultureller Grenzen und Traditionen.

Über die Jahre haben wir eine Reihe von Tischsitten entwickelt, die oft mehr auf sozialer Akzeptanz basieren, als sich auf die Steigerung des Essgenusses zu konzentrieren und somit eine Distanz zwischen dem Essen und uns schaffen.

Die junge Wissenschaft der "Gastrophysik" liefert immer wieder Beweise dafür, dass die Wahrnehmung des Essens und dessen Geschmack nicht nur auf den molekularen Eigenschaften des Essens und der Getränke basiert, sondern dass unsere Geschmackswahrnehmung nicht etwa in unserem Mund, sondern in unserem Gehirn erzeugt wird. Die Wahrnehmung von Geschmack, unsere kulinarische Erfahrung, besteht aus der Integration von Informationen aus all unseren fünf Primärsinnen.

Komplexität, Temperatur und Textur nehmen wir mit dem Mund wahr. Aber auch andere Aspekte wie unsere Erwartungen und unsere Erinnerungen, die Atmosphäre, der Kontext, in dem wir essen und trinken, und unsere sozialen Konventionen prägen nachhaltig unsere Essens Erfahrungen - viel mehr als wir uns vorstellen. Die Form unseres Geschirrs und unserer Bestecke, deren Material, Oberfläche, Textur, Farbe, Temperatur, Gewicht spielen ebenfalls eine grundlegende Rolle und tragen wesentlich zu unserer Wahrnehmung des Essens und dessen Geschmack bei.

In diesem Semester wollen wir „alles“ in Frage stellen und mit Hilfe der Materialien Porzellan, Metall + x Wahrnehmung neu erforschen und interpretieren. Und wir beginnen mit einem leckeren Essen ohne „Hilfsmittel“.... Unsere Exkursion soll uns in das Keramikzentrum Englands, nach Stokeon- Trent führen. Dort haben wir die Möglichkeit, Wedgwood zu besichtigen, die Besteckfabrik David Mellor, sowie mit Studenten der Staffordshire University in Diskussion zu treten.

Lehrende(r)

  • Prof. Karin Schmidt-Ruhland

Lehrende(r)

  • Prof. Karin Schmidt-Ruhland